Mahlers Zeit

mahlers_zeit_0.jpgEines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Viele Jahre hat er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich unumstößlich Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt, damit die Grundfesten der Welt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Da wäre wohl mehr herauzuholen gewesen. Ein Juwel, aber ein etwas roher. Viele Möglichkeiten sehe ich aus diesem Stoff einen Riesenwälzer zu machen (im positiven Sinn). Kehlmann reduziert aber wie gewohnt, was bei diesem Stoffgebiet ein wenig dünn wirkt.
Aber Kehlmann hat Sprachbrillianz. Das muss man zugeben.
Ruck-Zuck durchgelesen, da nur 160 Seiten. Für Kehlmann-Freaks wie mich passte es aber.

Natur, was bedeutet das? Jedenfalls nicht Pflanzen, grüne Wälder, blumenbestreute Hügel, all dieser Kitsch. Natur, das heißt: Gesetze.

Seitenangabe für Zitat1: 
67

Während der Fahrt horchte er mißtrauisch auf die Schläge seines Herzens, die sich jetzt anfühlten und sich für immer anfühlen würden wie die Bewegungen eines unberechenbaren Gegners.

Seitenangabe für Zitat2: 
88

"Und du erwartest, daß ich das glaube?"
"Ehrlich gesagt, das ist mir egal."

Seitenangabe für Zitat3: 
116
Verlag: 
Suhrkamp Taschenbuch
Auflage: 
1.
ISBN: 
9783518397381