Maestro

Bild von Michael Hausmann
Verfasst von green bookreader Michael Hausmann am Di, 20/11/2007 - 20:56
Inhaltsangabe

Paul zieht mit seinen Eltern von Adelaide nach Darwin. Paul soll dort Klavierunterricht von Paul Keller bekommen, dessen Unterrichtsmethoden genauso exzentrisch sind, wie seine Person. Ist Paul talentiert genug, um Karierre als Musiker zu machen?
Ist Eduard Keller DER Eduard Keller, der Star aus der Zeit knapp vor dem zweiten Weltkrieg? Eigentlich ist es unmöglich, sein Tod im KZ schein erwiesen, doch Nachforschungen über ihn bringen erstaunliches ans Tageslicht.
Gleichzeitig beginnt sich Paul auch für das andere Geschlecht zu interessieren, und macht mit Rosie und Megan auch seine ersten intensiven Erfahrungen. Als Aussenseiter an der Schule gehandelt, schafft er es, über seine Musikkenntnisse Akzeptanz bei den Mitschülern zu finden.
Diese drei Kontrapunkte - Keller, Klavierunterricht, Paul - verweben sich zu einer interessanten Story, bei der bis zum Schluss alles möglich scheint.

Zitate

"Hast du das Rondo fertig"
"Halb fertig"
"Das ist nicht möglich"
"Wie bitte?"
"Kocht Wasser bei 50° halb?"

Quellenangaben
Verlag:
Paul Zsolnay
Erscheinungsjahr:
2007
Auflage:
5. Auflage
ISBN:
978-3-552-06047-0
Meine Gedanken zum Buch:

Musik braucht Perfektion um auf Dauer bestehen zu können.
Der absolute Gegensatz der Person Eduard Keller, dem Klavierlehrer, und seinem Gehabe, seinem Äusseren, welches nicht einmal annähernd an Perfektion herankommt ist der Angelpunkt der Geschichte. Wie kann ein so  Mensch mit solch einer ehemaligen Karriere so herunterkommen? Braucht Genie den Wahnsinn als Gegenpol? Inwieweit bringen uns persönliche Erlebnisse an die Grenze des unumkehrbaren Verfalles?
Wer sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen zu lesen und sich ein wenig einlässt in die Gedankenwelt von Künstlern wird dieses schräge Buch sicher genauso faszinierend finden wie ich. Auch wenn der Schluss etwas unspektakurär geraten ist. Doch könnte dieses Buch anders enden?

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Bild von Reinhard E. Karner

Voll von fast beleidigend geraden Sätzen

zum Schmunzeln und zum Durchhalten. Der Held ist eigentlich der Junge, der die zerstörten Sätze des Altmeiserts vertaut und nach dem ganzen Bemühen seine Bestimmung im kommerziellen Genre versucht; und dies auch schaftt. Hat man etwas geschafft, was nur zu 49 % aus meiner ursprünglichen Intention entsprungen ist?
meint Reinhard

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