Es ist die wahre Geschichte eines Genie's, der das größte wissenschaftlich Problem seiner Zeit löste.
Es geht um John Harrison, Autodidakt und Uhrmacher in Yotkshire (1730 bis 1770) und wie er um seinen Erfolg betrogen wurde.
Zu dieser Zeit fuhren buchstäblich tausende von Segelschiffe auf den Weltmeeren, Handelsschiffe, Kriegsschiffe aber auch Piraten. Alle Kapitäne hatten ein Problem,sie konnten zwar den Breitengrad recht genau bestimmen, aber nicht den Längengrad, sie wussten also nicht wie weit sie in Ost- / Westrichtung von Küsten oder Hindernissen entfernt waren. Sie wurden dadurch leichte Beute für die Piraten, die einfach vor den Zielhäfen warteten oder versanken im Sturm an Riffen und Felsküsten.
Niemand hatte eine praktikable Lösung für dieses Problem, 1714 schließlich setzte das englische Parlament einen Preis GBP 20.000,-- aus für den, der das problem löste.
20.000 Pfund entsprachen damals in Kaufkraft mehreren Millionen EUR heute, ein unvorstellbar hoher Preis !
Die meisten Wissenschaftler setzen auf eine Lösung mit Hilfe der Gestirne (wie die Sonne ja zur Bestimmung der Breite benutzt wird), wenn man aber den genauen Zeitunterschied zwischen dem Heimathafen und dem Punkt an dem man sich befindet kennt, kennt man auch den Längengrad.
Die Mittagszeit (12:00) kann man an der Sonne messen, aber die Zeit in London z.B. woher sollte man die kennen ?
Man brauchte also eine Uhr, die auf einer Fahrt in die Karibik maximal 5 SEKUNDEN abweicht, eine mechanische Uhr wohlgemerkt - was anderes gab es damals nicht.
Das Buch schildert nun die Geschichte über 40 Jahre hinweg in welchen J. Harrison solche Uhren baute (4 Versionen waren es am Schluß), die diese bedingung erfüllten.
Da er aber kein Wissenschaftler war, ja noch nicht einmal ein gelernter Uhrmacher - wurde er vom wissenschaftlichen Establishment angefeindet verleugnet und als Scharlatan gebrandtmarkt.
und obwohl er - als Einziger - den Longitude Act erfüllte und seinen Uhren zig tausend Mal kopiert wurden, erhielt weder er noch sein Sohn das Preisgeld von 20.000 Pfund Sterling.
Diese Geschichte berichtet Dava Sobel in einem kleinen Taschenbuch auf knapp 180 Seiten.
ACHTUNG
Die unten angegebene Referenz ist das Original auf englisch, es gibt natürlich Übertragungen in' Deutsche, aber leider habe ich keine Referenz.
Das Buch heisst auf Deutsch
Das Buch heisst auf Deutsch "Längenkreis" und wurde von den Nautikern in meiner Umgebung für lesenswert und interessant befunden. Ein gutes Geschenk für lesende Segler!
Danke für den Hinweis,
Danke für den Hinweis, hatte ich schlicht vergessen zu schreiben, da ich die Übersetzung nie gelesen habe.
Genau lautet der Titel allerdings
Längengrad * ISBN 978-3833302718
BVT Berliner Taschenbuch Verlag
Rotbart