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Lautlos in den Tod

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 30/05/2011 - 08:19
Inhaltsangabe

Lautlos_i_d_Tod.gifDie Schwestern Judith, Lisbeth und Carol sind bei der Großmutter aufgewachsen und kehren wie jedes Jahr für das Weihnachtsfest nach Tromso zurück. Lisbeth ist Hebamme, Judith eine erfolgreiche Fotografin und Carol eine desillusionierte Alkoholikerin. Aber wer von ihnen tötet Männer? Denn kurz vor Weihnachten wird im örtlichen Krankenhaus ein Mann ermordet, der seine Frau misshandelte und den alle drei Schwestern kannten.

Zitate

Es ist eigentlich seltsam, dass Frauen nicht viel häufiger morden.
Mord hat etwas mit der alten Hausfrauenrolle zu tun. Statt Teller aufeinanderzustellen, Staub zu wischen, zu scheuern und zu putzen und alles schön wieder ins Regal zu stellen, räume ich Männer weg. Eine Frau braucht dazu nur sehr bewusst zu sein, etwas Mut zu haben, etwas Sinn für Details, ..... Ich habe einige Mistkerle weggeräumt..... Aber Staub und Dreck stellt sich ja immer wieder ein.

Seitenangabe für Zitat1:
258

Er ist der Wolf.
Wenn ich jetzt daran denke, habe ich mein Leben lang gewusst, dass er es ist. Aber das Bild seines Gesicht wurde von etwas anderem verzerrt. Die Beute findet den Jäger, nicht umgekehrt.

Seitenangabe für Zitat2:
345
Quellenangaben
Verlag:
S. Fischer Verlag GmbH
Erscheinungsjahr:
2007
Auflage:
978-3-8174-8516-1
ISBN:
Sonderauflage
Meine Gedanken zum Buch:

"Lautlos in den Tod" war eigentlich ein Griff ins Blaue, der sich aber auf jeden Fall gelohnt hat.
 
Ein recht interessanter Aufbau lässt sofort Spannung und auch Neugier auf mehr aufkommen.
 
Einerseits nimmt man am "normalen" Lauf der Handlung teil.
Andererseits bringen Tagebucheinträge vergangener Zeiten immer wieder neue Einblicke und auch Hinweise auf den Täter und dessen Vorleben.
 
Man hat fast das Gefühl neben dieser Person zu sitzen, die Nähe zu spüren, man kann die Konturen sehen..... nur getrennt durch einen dünnen Vorhang der sein Geheimnis dann doch nicht preis gibt.
Bis zur Hälfte des Buches spielt die Autorin dieses Spiel mit uns und ich muss zugeben, ich war fast ein wenig enttäuscht, als sie dann doch den Täter zu erkennen gibt. Doch es hat im Endeffekt dem Lesefluss keine Abbruch getan.
Bis zum Ende liest sich dieser Roman flüssig und spannend und er hat auch noch mehr zu bieten als die typischen Mordserien mancher Thriller. Fr. Lindell gibt dem Leser Hintergrundinformationen zu dem Motiv..... das, wenn man es genau betrachtet, garnicht mal so weit hergeholt ist..... Kindheitserfahrungen egal ob positiver oder negativer Natur prägen und das für das ganze Leben .....

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