Königliche Hoheit

Deutscher Prinz trifft amerikanische Milliardärstochter. In diesem Roman zeigt sich Thomas Mann von einer heiteren Seite und schafft trotzdem ein ernsthaftes Sinnbild für die aufbrechende Moderne.

Meine Gedanken zum Buch: 

Dieses Buch ist voll von zitierungswürdigen Passagen. Es zeigt, wie dieser Prinz an sich arbeitet und trotz seines Gebrechens (eine Hand ist von Geburt auf unterentwickelt) geliebt wird. Durch die Heirat mit der Millionärstochter wird auch gleichzeitig der heruntergekommene Staat gerettet - ganz nebenbei und doch geplant. Mann erzählt sehr wertschätzend und genau. Die reiche Erbin ist bei Gott nicht die beste Wahl, sie ist sehr direkt, arrogant aber auch menschlich. Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert und war auch gerührt (Zitat 2) ob beider Gefühl für einander und auch für das Volk. Das soll ja auch Manns lustigstes Buch sein.

Kurz, dieser junge Mann lacht, wenn er mich nur von weitem sieht, so komisch findet er mich und meine Tätigkeit.

Seitenangabe für Zitat1: 
177

Da nahm sie seine Hand, die linke, verkümmerte, das Gebrechen, die Hemmung bei seinem hohen Beruf, die er von Jugend auf mit Kunst und Wachsinn zu verbergen gewöhnt war, - nahm sie und küßte sie.

Seitenangabe für Zitat2: 
177

Damit von Zeit zu Zeit so ein Gedicht zustandekomme, - wer glaubt wohl, wieviel Faulenzerei und Langeweile und grämlicher Müßiggang dazu nötig ist.

Seitenangabe für Zitat3: 
177
Verlag: 
Fischer
Auflage: 
49.
ISBN: 
3596294304