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In Zeiten des abnehmenden Lichts

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Verfasst von grey bookreader biosigerlmeyer am Do, 09/02/2012 - 16:37
Inhaltsangabe

Von den fünfziger Jahren über das Wendejahr 1989 bis zum Beginn des neuen Jahrtausends reicht dieser Roman einer Familie. Im Mittelpunkt drei Generationen: Die Großeltern, noch überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil in die junge DDR heim, um dort ihren Anteil am Aufbau der neuen REpublik zu leisten.
Ihr Sohn, als junger Mann nach Moskau emigriert und später in ein sibirisches Lager verschleppt, tritt die Reise vom anderen Ende der Welt, dem Ural, an. Er kehrt mit seiner russischen Frau zurück in eine Kleinbürgerrepublik, an deren Veränderbarkeit er weiterhin glauben will.
Dem Enkel wird die Wahlheimat der Eltern und Großeltern indes zusehends zu eng - bis er, ausgerechnet am neunzigsten Geburtstag des Patriarchen, in den Westen geht.
Die Strahlkraft der politischen Utopie scheint sich von Generation zu Generation zu verdunkeln: Es ist die Zeit des abnehmenden Lichts.

Quellenangaben
Verlag:
Rowohlt Verlag GmbH.
Erscheinungsjahr:
2011
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
978 3 498 05786 2
Meine Gedanken zum Buch:

Was mit voller Begeisterung begonnen hat, ist nach und nach zerbröselt. Von Generation zu Generation immer mehr zur Farce geworden.
Der Autor hat dieses Verblassen der Ideologie ganz toll beschrieben und die verschiedenen Sichtweisen der Generationen toll verknüpft. Ganz gelungen ist auch der Angelpunkt der ganzen Geschichte: der neunzigste Geburtstag von Großvater Wilhelm, den jeder anders erlebt in dieser Zeit des Umbruchs (1. Okt. 1989).
Nur die Krankheit von Alexander - aus der bin ich nicht ganz schlau geworden.
Insgesamt sehr lesenswert!

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