In Goethes Hand

Goethe und Eckermann, die Geschichte einer Abhängigkeit: Aus Ergebenheit, Verehrung und Liebe tut Eckermann alles Goethe zuliebe. Goethe zuliebe heiratet er fast nicht, schreibt er Verse, die in seiner Generation antiquiert wirken; nach Goethes Tod macht er über zwanzig Jahre lang weiter in seinem Goethe-Dienst. Die Innigkeit, mit der er sich und seine Zeit versäumt, macht aus ihm eine tragischkomische, aber liebenswürdige Figur; und eine Figur, die viel aussagt über das Verhältnis von deutscher Klassik zu deutscher Geschichte.

Meine Gedanken zum Buch: 

Dieses schmale Büchlein nähert sich der Frage, was man alles bereit ist aufzugeben, oder nicht zu tun, nur um jemanden nahe zu sein.
Weiters ist hier ein zeitliche Parallelität zu "Ein liebender Mann" festzuhalten. Wie geht Goethes Umgebung mit Goethes irrsinnigen Vorhaben um, eine wesentlich jüngere Dame zu ehelichen?
Goethe darf jedoch alles und wird von fast allen seinen Mitmenschen unumschränkt umschwärmt. Nur Goethes Sohn "steht" auf Schiller. Goethe akzeptiert es freundschaftlich und man erkennt Goethes Bewunderung für Schiller.
Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert.

Alte wollen, was Jüngere wollen. Kriegen's nur nicht.

Seitenangabe für Zitat1: 
27

Goethe: Wie Sie mir folgen, um mir dann vorauszueilen ... das ist ängstigend! Eckermann, Eckermann, weichen Sie! Von Ihnen könnte ich abhängig werden!

Seitenangabe für Zitat2: 
30

Gestern sollte ich Ihnen das gebracht haben. Und jetzt ist schon wieder heute.

Seitenangabe für Zitat3: 
37
Verlag: 
Suhrkamp Taschenbuch
Auflage: 
1.
ISBN: 
3518375776