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Im Wald der stummen Schreie (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 11/10/2011 - 16:00
Inhaltsangabe

Im_Wald_der_stummen_Schreie.jpgUntersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf eine grausame Mordserie angesetzt: Drei brutal ausgeweidete Frauen, deren Leichen makaber in Szene gesetzt werden - und deren Körperteile teilweise verspeist wurden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf einen besorgten Vater, der von den seltsamen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Kann der Junge der Täter sein? Jeannes Ermittlungen führen sie bis in den Dschungel Argentiniens. Was sie dort entdeckt, übersteigt ihre kühnsten Vorstellungen.

Quellenangaben
Verlag:
Lübbe Audio
Erscheinungsjahr:
2011
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
ISBN-13: 978-3785744673
Meine Gedanken zum Buch:

Wer, so wie ich, eigentlich ein großer Fan von Jean-Christophe Grangé ist, hat auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet. Und war dann wahrscheinlich ebenso enttäuscht. Wo sind die schrullig-liebenswerten Figuren, die brutalen abgebrühten Ermittler, die einem einerseits fremd aber doch auch so sympathisch waren, dass man aus dem Mitfiebern garnicht herausgekommen ist? Statt ihnen finden wir eine frustrierte Singlefrau, die in einer grausamen Mordserie ihre große Chance sieht, dem alltäglichen Einerlei zu entkommen, das für sie aus einsamen Abenden mit weissem Reis und grünem Tee besteht. Dass diese Person am Schluss zu einer Art Rambo mutiert, ist ja wirklich mehr als unglaubwürdig.
 
Die Geschichte an sich ist nicht unspannend, wobei ich schon nach gut einem Viertel erahnt habe, wer der Böse ist, und wie sich das alles irgendwie ausgehen könnte. Und ich gehör normalerweise nicht zu den Blitzgneissern....
Trotzdem, schreiben kann er ja, der Herr Grangé, seine Beschreibungen lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren, somit erfüllt er ein wesentliches Kriterium für einen soliden Thriller. Allerdings ist der Schluss dann wieder SO simpel, dass man schon in Jugendkrimis originellere Auflösungen gelesen hat.
 
Schade! Nach so tollen Büchern wie "Das Herz der Hölle" oder "Die purpurnen Flüsse" bin ich wirklich enttäuscht. War schon "Der Choral des Todes" nicht mehr das, was man gewohnt war, ist dieses Buch leider eher ein Flop.
 
Zum Hörbuch ist noch zu sagen, dass Andrea Sawatzki die totale Fehlbesetzung für diese Geschichte ist. Sie bringt zwar das weinerliche Getue der Hauptfigur Jeanne gut rüber, aber so ein Text braucht Höhen und Tiefen, damit er spannend ist, und die fehlen leider völlig. Wenn man als Grangé-Fan dieses Buch unbedingt kennenlernen will, dann auf jeden Fall als Printausgabe, würde ich sagen.

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