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Himmelstänzerin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 15/12/2009 - 17:06
Inhaltsangabe

Himmelst__nzerin.jpgPeking, 4. Juni 1989. Panzer rollen durch die Straßen. Ayamei, die revoltierende Studentin, und Zhao, der regimetreue Soldat, laufen durch die dunkle Stadt. Der Platz des Himmlischen Friedens ist bedeckt vom Blut der Kinder des modernen China. Ayamei flieht, zunächst ans Meer und schließlich ins Gebirge. Ein Weg der Schönheit und der Poesie eröffnet sich der jungen Frau in den unwegsamen Höhen, die bis in den Himmel reichen. Doch gnadenlos hetzt der Jäger seine Beute und folgt ihrer Spur, um seine grausame Pflicht zu erfüllen.

Zitate

"Wenn die anderen Studenten sterben und ihr Blut vergießen, warum sollte ich dann leben? Da ich es doch war, die sie mit Reden und Aufmunterungen auf die Bewegung eingeschworen und sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens versammelt hat; ich, die ich die Idee des Hungerstreiks aufgebracht habe, ich muß als erste sterben! Und was tue ich statt dessen? Ich fliehe! Ich überlasse sie dem Feuer und den Panzern!"

Seitenangabe für Zitat1:
19

Berge, Wald, Straßen,
selbst die Vögel
verstummen.
Es ist Zeit,
du gehst durch den grenzenlosen
         Trauerweidenwald
und betrittst
meinen Traum.

Seitenangabe für Zitat2:
76

Ayamei kniete vor dem Altar nieder und wandte sich an die Göttin: "Ich gehe! Mein Blut kocht. Ich muß wieder fort. Ich habe begriffen, daß ich nie stehenbleiben darf. Ich werde ganz hoch auf die Gipfel steigen, bis ans Tor des Himmels. Von dort werde ich die Erde sehen, die Berge, die Flüsse und das Meer. Ich werde ihn sehen, wie er auf einem Pfad dahinläuft und singt. Ich werde rufen: "Komm, komm zu mir ans Tor des Himmels""

Seitenangabe für Zitat3:
151
Quellenangaben
Verlag:
Piper
Erscheinungsjahr:
2008
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
ISBN-13: 978-3492251631
Meine Gedanken zum Buch:

Der 4. Juni 1989 ist wohl vielen von uns noch im Gedächtnis. Die Bilder der Panzer, die in Peking die Studenten überrollen, haben mich damals zutiefst schockiert - und nicht weniger erschütternd ist dieses Buch. Es geht um Liebe und Freiheit, um Freundschaft, blinden Fanatismus und eine gnadenlose Verfolgung.
Shan Sa beschreibt nicht nur den Aufstand in der Hauptstadt ausgesprochen bildhaft, sondern auch die chinesische Landschaft, die Küste, den Wald, die Berge. Auch die wunderschöne chinesische Lyrik kommt zu Wort, die mit wenigen Silben oft ein ganzes Leben beschreiben kann.
Ein wunderschönes Buch, das seinem Vorgänger, der "Go-Spielerin" in nichts nachsteht - ein absoluter Tipp für Freunde wertvoller schön geschriebener Literatur mit Anspruch und Geist.

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