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Herr Mozart wacht auf

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Hab ich mir sofort auf die Bücherwunschliste gegeben.
Hört sich spannend an.
schreibt Reinhard
Ein absolut toller Roman!!!!!!!!
Hab "Herr Mozart wacht auf" über die Feiertage gelesen und bin auch voll begeistert. Dieser Roman hat alles. Witz, Charme und eine Hauptfigur, die man schon nach den ersten paar Zeilen sofort ins Herz schließen muss. Mozart, wie er leib und lebte.... er komponiert, er betöhrt, er liebt (denn was wäre Mozart schon ohne die Frauen und die eine oder andere Liebelei) und er stolpert von einer Verwirrung in die nächste.
200 Jahre sind ja schließlich eine lange Zeit und die Dinge, die sich in der Zwischenzeit verändert haben einfach nur überirdisch und mirakulös (um es mit Mozart`s Worten zu sagen). Autos, Handys, Fernsehen.... Licht ohne Kerze.... und was um alles in der Welt ist blos ein Paß??? Was ist das für ein gutes Stück, wozu braucht man es und vorallen wo und wie bekommt man es her???? ;-)
Was mir auch besonders gut gefallen hat, ist die sprachlich flotte Mischung, die man hier zu lesen bekommt. Einerseits der übliche Wortschatz den wir alle täglich gebrauchen und dann andererseits die Sprache längst vergangener Zeiten.
Ein Roman, der sich sehr flüssig und unterhaltsam liest, die ganze Zeit wird der Leser von einer beherrschenden Frage durch das Buch getrieben, nämlich, wie kann diese Geschichte nur enden?????
Auch von mir eine absolute Leseempfehlung!!!!!!!!! Es zahlt sich aus!!!!!!!
ein paar Auszüge aus dem Roman:
Zitat S 13:
Nicht weit von seiner Bettstatt stand ein gläserner Tisch, darauf lag Papier, eine rechte Menge Papier, ein ganzer Stapel gar, weiß wie Jännerschnee und glatt wie feinste Seide.
Zitat S 101:
Lange lief er durch die winterlichen Parks, wich Menschen auf unvermittelt an ihm vorüberschießenden Zweirädern aus, sah unzählige jener fahrbaren Kinderbetten, mit denen Frauenzimmer ihre Brut umherschoben, stand untentschlossen vor breiten Straßen und wagte sich doch nicht hinüber.
Ich gebe ja zu, ich bin ein
Ich gebe ja zu, ich bin ein Fan dieser alten, antiquierten Sprache!
Zitat S293:
meine Liebe: Anju
du willst mich zum narren halten, einen Narren aus mir machen, nennst mich einen narren, wenn ich glaubete du liebtest mich nicht mehr und wolltest einem narren wie mir nicht mehr an seite stehen obwohlen ich es allzeit fürchten muß - doch; sey versichert, daß ich dich noch immer ganz närrisch liebe, vernarrt bin, wie es einem alten narren wir mir eben anstehen will und dich weiters lieben werde bis ans Ende dieser narretey - was schreibe ich - bis ans ende meiner täge was gewiß ein und daßelbe seyn wird denn einmal narr immer narr - da giebt es keinen andern weg und bleibet die frage ob du einen alten narren haben oder mich zum narren haben willst - nur bitte ich, narre mich nicht gar zu sehr, denn mein herz ist dermalen ein schweres, so vernarrt ist es und so viel liebe hat es noch immer darinnen / und wird alle täge mehr / daß leicht der platz darin bald verstellt seyn will und nichts anderes mehr platz finden kann denn eine kleine narretei am morgen, eine zum Mittag und eine des abends - so schlafe recht wohl brucolina mia iß keinen kohl, dann wird dir leichter seyn - schließ in dein herz mich ein ob ich wohl noch darinnen bin....
tausend närrische küße schicke ich dir und bin allzeit und in ewigkeit dein vernarrter alter narr
Wolfgang N.-arr!
@Claudia und Lothar
Ihr beiden seid Schuld, wenn ich bankrott gehe! Jetzt bin ich doch extra zum Thalia runterspaziert und hab mir dieses Buch geholt. Und wehe, das gefällt mir nicht! Dann setzt's aber was :-)
Gelesen!
Ich war zwar nicht ganz so begeistert wie Claudia und Lothar, aber gefallen hat's mir schon. Leider ist die Idee dieser Art von Zeitreise halt nicht neu, und ich hatte immer den intelligenten Witz von Herbert Rosendorfer in "Briefe in die chinesische Vergangenheit! im Hinterkopf, der hier leider ein wenig zur kurz kommt. Ausserdem erinnert mich der Herr Mustermann ein Bisserl zu sehr an Mozart im Film "Amadeus", die Dame hat sich da wohl stark inspirieren lassen. Trotz allem ist die Handlung stimmig, auch der Schluss, und die Figuren sind lebendig und greifbar. Sicher nichts, das ich lang im Gedächtnis behalten werde, aber eine nette und herzerwärmende Unterhaltung für einen kalten Tag und allemal Pflicht für jeden Mozartfan!
Nach 130 Seiten
Nach 130 Seiten habe ich das Buch nun (vorübergehend?) weggelegt. Mozart im Heute weiß natürlich einiges nicht, aber das ist mir zu viel an zuckersüßer Beschreibung. Dass er aber andererseits ein exzellenter Musiker ist, ist auch keine Überraschung. Kommt da noch was?
schreibt Reinhard
O je, das find ich aber
O je, das find ich aber schade.... Inhaltlich hat das Buch natürlich keine großartigen Überraschungen auf Lager (die alltäglichen Hoppala`s sind klarerweise vorprogrammiert), aber sprachlich hat`s mir sehr gefallen. Alte gepaart mit moderner Sprache habe ich als willkommene Abwechslung empfunden.
"zu viel an zuckersüßen Beschreibungen"??? Gib mal ein Beispiel!!!
Ich bin ja froh, dass ich
Ich bin ja froh, dass ich nicht die einzige bin, die nicht in Begeisterungsstürme ausbricht, das Buch wird ja allseits hoch gelobt. Mir war's auch zu platt, und sprachlich hat es mich auch nicht aus den Socken gehoben. Musst ja nicht weiterlesen, es geht hier ja nicht um Pflichterfüllung :-)