Held der Sieben Meere

Mal wieder etwas für jemand der wahre Abenteuer mag.
Mit über 60 Jahren ging Sir Francis Chichester 1966 auf eine Weltreise, allein mit einer 16 m langen Segelyacht.
Das Buch ist sein eigener Bericht dieser Reise und der Probleme mit dem Wetter und dem neuen (extra gebauten) Boot.
Er meistert alle Probleme sogar eine Kenterung und segelt wochenlang mit einem entzündeten Ellenbogen - er hat ja keine andere Wahl, aussteigen kann er ja nicht !

Wenn man heute die modernen Plastikyachten sieht auf dehnen sogenannte Segler 14 Tage Urlaub im Sommer in der Adria Urlaub machen, kann man sich die körperlichen Strapazen die dieser 65jährige freiwillig in Kauf genommen hat kaum nachvollziehen und schon gar nicht die notwendige Willenskraft.

In typisch stoischer englischer Manier wird dieser Aspekt aber klein gehalten.

Dagegen liefert er eine akrybische Schilderung der Ereignisse und des Bootes, bis hin zu Proviantlisten und Stauplänen.

Fotos, Karten und Zeichnungen illustrieren das Buch.

Ein faszinierendes Gemälde einer sportlichen und mentalen Leistung.

Meine Gedanken zum Buch: 

Zum Einen ein großartiger Reisebericht, zum Anderen für Segler, die wie ich selbst auf dem Ozean gesegelt sind - ein sehr nachdenklich machendes Werk.

Was treibt einen Mann an alle Gefahren und fast unsägliche Mühen auf sich zu nehmen, nur um Einhand (=allein) um die Welt zu segeln ?

Und mehr noch, was treibt ihn an dies im Alter von 65 zu machen???

rotbart

Verlag: 
Knaur
Auflage: 
Taschenbuch
ISBN: 
3-426-00212-4