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Heinrich Heine Gedichte

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am So, 22/01/2012 - 11:53
Inhaltsangabe

Heinrich_Heine.jpgEine repräsentative Auswahl aus Heines Lyrik von frühen Buch der Lieder über die Neuen Gedichte bis zum Romanzero und zu späten Gedichten (Klappentext)

Quellenangaben
Verlag:
Philipp Reclam jun. GmbH & Co
Erscheinungsjahr:
1993
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
3-15-008988-3
Meine Gedanken zum Buch:

In diesem kleinen Reclam-Büchlein findet sich eine bunte Mischung aus Heinrich Heines Gedichten.
Damals im Deutschunterricht verhasst, habe ich es nun wieder mal hervorgeholt und bin mehr als positiv überrascht......
Obwohl mir Heines Gedichte großteils immer noch zu blumig sind (manche Reime sind  mir einfach zu viel....),  finden sich trotzem so einige Schätze darunter.  Vorallem ein paar seiner Gedichte über die Liebe und auch über die Einsamkeit, haben es mir besonders angetan... den Schmerz und die Traurigkeit, die er damit übermittelt trifft mich direkt...
Sie erlischt
 
Der Vorhang fällt, das Stück ist aus
Und Herrn und Damen gehen nach Haus.
Ob ihnen auch das Stück gefallen?
Ich glaub ich hörte Beifall schallen.
Ein hochvererhtes Publikum
Beklatsche dankbar seinen Dichter.
Jetzt aber ist das Haus so stumm,
Uns sind verschwunden Lust und Lichter.
Duch horch! ein schollernd schnöder Klang
Ertönt unfern der öden Bühne;-
Vielleicht daß eine Saite sprang
An einer alten Violine.
Verdrießlich raschel im Parterr
Etwelche Ratten hin und her,
Und alles richt nach ranzgem Öle.
Die letzte Lampe ächzt und zischt
Verzweiflungsvolll und sie erlischt.
Das arme Licht war meine Seele.
 

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Bild von Claudia Maralik

Sie liebten sich beide, doch

Sie liebten sich beide, doch keiner
Wollt es dem andern gestehn;
Sie sahen sich an so feindlich,
Und wollten vor Liebe vergehn.
Sie trennten sich endlich und sahn sich
Nur noch zuweilen im Traum;
Sie waren längst gestorben,
Und wussten es selber kaum.

Bild von Claudia Maralik

Sie haben heut Abend

Sie haben heut Abend Gesellschaft,
Und das Haus ist lichterfüllt.
Dort oben am hellen Fenster
Bewegt sich ein Schattenbild.
Du schaust mich nicht, im Dunkeln
Steh ich hier unten allen;
Noch wen`ger kannst du schauen
In mein dunkles Herz hinein.
Mein dunkles Herz liebt dich,
Es liebt dich und es bricht,
Und bricht und zuckt und verblutet,
Aber du siehst es nicht.

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