Headhunter

Headhunter.jpgRoger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf. Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke.Auf einer Vernissage lernt Brown den Holländer Clas Greve kennen. Greve scheint ihm die perfekte Besetzung als Geschäftsführer eines GPSUnternehmens. Die Männer kommen ins Geschäft, und so erfährt Brown, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt. Am nächsten Tag stiehlt Brown das wertvolle Gemälde. Doch Greve erweist sich als hartnäckiger Gegner. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Roger Brown ist ein Typ, den ich im wirklichen Leben einfach nur unsympathisch finden würde. Aalglatt, schickimicki und mit allen Wassern gewaschen. So stellt er sich als Ich-Erzähler auch dar, jedoch erhält der Leser natürlich im Laufe der Zeit Einblick in die Gedanken und Gefühle eines Mannes, der von Ängsten geplagt um sein Leben und seine große Liebe kämpft, und das mit allen Mitteln.
Nesboe hat einen spannenden Thriller geschrieben, der langsam anläuft, um dann mit jeder Seite an Spannung zuzulegen. Rasante Wendungen führen einen immer wieder in die Irre, und auch an ausgesprochen grausigen Szenen fehlt es nicht, auch wenn diese nicht unbedingt durch Brutalität schockieren.
Ein Katz- und Mausspiel, das einen den Atem anhalten lässt. In gewohnt guter sprachlicher Qualität geschrieben, eine Freude für Fans rasanter Thriller.
 
Anmerkung zum Schluss: der Reinerlös des Buches geht an eine Organisation zur Bekämpfung von Analphabetismus von Kindern - ein schöner Zug von einem Menschen, der wohl mit seinem Harry Hole schon sehr viel Geld verdient haben muss und der auch Kinderbücher schreibt.

Der Typ, der mich soeben gegrüßt hatte, wusste, dass ich Roger Brown war, der Headhunter, der nicht ein einziges Mal einen Kandidaten für eine Stelle vorgeschlagen hat, die diesern nicht auch bekomen hätte. Roger Brown, der - wenn nötig - manipulierte, Druck ausübte und seine Kandidaten zurechtbog, und dessen Kunden seiner Einschätzung blind vertrauten und das Schicksal ihrer Firmen ohne Zögern in seine - und nur in seine - Hände legten.

Seitenangabe für Zitat1: 
26
Verlag: 
Ullstein Tb
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3548280455

Kommentare

die Geschichte fängt so langsam an, dass ich das Buch schon weglegen wollte und der Hauptcharakter ist ja nun wirklich nicht besonders sympathisch und obwohl ich ihn im Laufe der Geschichte immer weniger mochte, konnte ich das Buch doch nicht aus der Hand legen - zusammenfassend kann ich sagen, dass mich das Biuch sehr gefesselt hat.