Etwas lebt in mir: Siebzehn und schwanger

5163VWWKG6L__SL500_AA300_.jpg
Familie Hoffmann ist an größere und kleinere Katastrophen gewöhnt. Als aber die 17-jährige Eve schwanger wird, bringt das ihre Brüder Roni und Luzius und vor allem ihre Eltern aus der Fassung. Die Zukunftsaussichten von Eve und ihrem Freund Sten verändern sich radikal. Bald beginnen aber alle Familienmitglieder - jedes auf seine Weise - sich mit dem Kind in Eves Bauch anzufreunden. Für die werdende Mutter, die sich von ihrem Freund oft alleingelassen fühlt, eröffnet sich ein Leben, dem sie viel Positives und Hoffnungsvolles abgewinnen kann und dessen Anforderungen sie bewältigt. Was zuerst wie ein Unglück ausgesehen hat, erweist sich schließlich als große Freude.

Meine Gedanken zum Buch: 

Als Eve erfährt, schwanger zu sein, ist ihre Familie, in der man keine Geheimnisse voreinander hat, sehr schockiert. Ihre Eltern und Geschwister fangen sich sehr schnell wieder, doch zu ihrem Bedauern muss Eve feststellen, dass das bei ihrem Freund Sten jedoch nicht der Fall ist…
 
Mit „Etwas lebt in mir: Siebzehn und schwanger“ habe ich mir ein witziges, tolles Buch vorgestellt, dass man gerne liest, da sich der Klappentext recht toll angehört hat. Zum Teil wurden meine Erwartungen erfüllt, zum Teil bin ich leider auch enttäuscht.
 
Die Geschichte wird von der Schwangeren und ihren zwei Brüdern abwechselnd meist recht ungenau erzählt. Die Autorin macht kein großes Drumherum und lässt lauter Einzelheiten weg, was in vielen Fällen schade und leider kein Vorteil ist. Damit meine ich, dass die Geschichte noch weiter hätte ausgebaut werden können. Meistens erzählen Luzius und Roni (ihre zwei Brüder) mehr von ihrem eigenen Leben, als ihren Gedanken von der Schwangerschaft ihrer Schwester und was sich für turbulente Ereignisse in den letzten Tagen im Hause Hoffmann abgespielt haben. Meiner Meinung nach kommt Eve weniger zu Wort als ihre Brüder, was eigentlich sehr schade ist. Dafür beschreibt sie aber umso mehr ihre Gefühle, die sich von einer Minute auf die andere schlagartig ändern können. Wenn ich aber alles zusammenfasse, komme ich auf das Ergebnis, dass doch alles sehr trocken erzählt wurde.
 
Als ich anfing, dieses Buch zu lesen, wusste ich sofort, dass das Erscheinungsjahr schon länger zurückliegen musste. Der Schreibstil ist ein ganz Eigener, mit dem ich aber recht schnell zu recht kam und nur am Anfang leichte Probleme hatte.
 
Außerdem würde ich jedem, der ein Buch lesen will, in dem es um das Thema Schwangerschaften von Jugendlichen geht, ein anderes Buch empfehlen, denn ich war eher enttäuscht, obwohl es manchmal recht nett zu lesen war.  

Es ist mir fast unheimlich, was alles mit mir geschieht. Unabhängig von meinem Willen. Nicht zu lenken, nicht zu steuern.

Seitenangabe für Zitat1: 
24

Mit einer Heftigkeit, die mich selbst überraschte, spürte ich meine Abwehr gegen dieses Schicksal. Nein, ich wollte das Kind nicht verlieren. Während der fünf Schwangerschaftsmonate ist es zu einem Teil von mir geworden. Ich habe es akzeptiert und begonnen, Klein-Hoffmännchen in all meine Zukunftspläne einzubeziehen.  

Seitenangabe für Zitat2: 
97

Ich bin im sechsten Schwangerschaftsmonat, habe neun Kilo zugenommen, und fühle mich allmählich unförmig und plump. Mein Bauch sieht aus, als hätte ich eine Melone verschluckt. Das sagt Sten, und mein Humor ist derart zusammengeschmolzen, dass ich nicht darüber lachen mag.

Seitenangabe für Zitat3: 
104
Verlag: 
Bertelsmann
Auflage: 
3.Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3570205280 / ISBN-10: 3570205282

Kommentare

Ja, das wäre wirklich sehr interessant. Ich habe vor kurzem bei Amazon zufällig so ein Buch gefunden, das dazu auch noch von Christine Fehér (auch eine Lieblingsautorin von mir) geschrieben wurde. Es hat den Namen "Vincent, 17, Vater" und der Klappentext hört sich auch recht interessant an. Kann sein, dass ich es bald lesen werde oder ich suche in der Bücherei, die ich immer besuche, nach einem ähnlichen Buch. Doch daraus wird wahrscheinlich eh nichts, weil ich zu dem Zeitpunkt, in dem ich vor den ganzen Büchern stehe, immer unendlich viele Andere sehe, die mich ansprechen. (-:
http://www.amazon.de/Vincent-17-Vater-Christine-Feh%C3%A9r/dp/3794170725/ref=pd_sim_b_5

Ja, Laura, dieses Problem kenne ich... bei mir stapeln sich auch die Bücher neben dem Bett, im Wohnzimmer, im Nachtkastl... und sogar im Büro hab ich ein paar versteckt, damit mein Freund sie nicht sieht Lol
Aber wenigstens haben wir ein schönes Hobby, und vielleicht bringt ja der Nikolaus dieses Buch, es klingt wirklich interessant!

Zum Thema "im Büro versteckt, damit mein Freund sie nicht sieht....." kann ich nur sagen, hoffentlich hat er das jetzt nicht
gelesen. :-)))))))
 
Selbst enttarnt würde ich da mal sagen Wink ich hoffe, er ist nachsichtig mit dir....
ROFL LG Claudia

Vielleicht werde ich dieses Buch sogar schon ziemlich bald in einer Buchpatenschaft vorstellen, da ich nächste Woche Geburtstag habe und mir dieses Buch vielleicht wünschen werde.
In meinem Zimmer stapeln sich auch mehrere Bücher, die unbedingt gelesen werden wollen. Doch leider habe ich zurzeit nur wenig Zeit, da die Schule seit ein paar Wochen wieder begonnen hat. Sad
Und wenn ich am Abend zu lange lese, könnte in der Schule die Gefahr bestehen, dass mich meine Freundinnen schlafend auf meinem Platz vorfinden. (-: Aber ein paar Seiten kann ich mir nie verkneifen, denn das Lesen lass ich mir nicht nehmen!