Eine Weihnachtsgeschichte

Meine Absicht war es, mit einer launischen Maskerade, welche der Frohsinn der festlichen Zeit rechtfertigt, ein paar liebevolle und großmütige Gedanken zu erwecken, die in einem christlichen Land niemals unzeitgemäß sind.

Meine Gedanken zum Buch: 

Sicher eine der bekanntesten Weihnachtsgeschichten. 
Ich habe das Buch gelesen, weil ich mir vorher die Verfilmung (wirklich den Film - nicht die neue Version von Disney Pixar) angesehen habe.
Die Verfilmung selbst hat mir besser gefallen. Könnte aber daran liegen, dass das Buch für stellenweise schon etwas schwierig geschrieben ist bzw. ich mit der Art der Formulierung nicht so sehr vertraut bin.
Aber die Geschichte ist echt ein totaller Wahnsinn. Die hat das gewisse Etwas. Ich kann nur jedem empfehlen, entweder den Film anzusehen oder das Buch zu lesen.

Doch beim ersten Ton von
"Gotte segne den fröhlichen Herrn!
bleib Sorge und Kummer Euch fern"
griff Scrooge mit einer so heftigen Wut nach dem Lineal, dass der Sänger voll Entsetzen floh und das Schlüsselloch weider dem Neben und dem noch angemesseneren Frost überließ. 
Endlich kam die Stunde, zu der das Kontor geschlossen wurde. Wiederwillig glitt Scrooge von seinem Stuhl, was dem wartenden Schreiber in seinem Kasten als Zeichen galt, und er blies sofort die Kerze aus und setzte den Hut auf.

Seitenangabe für Zitat1: 
20

Die Stimme war sanft und milde. Seltsam leise, als ob sie nicht dicht neben ihm, sondern in der Ferne erklänge. 
"Wer bist du und was?, fragte Scrooge.
"Ich bin der Geist der vergangenen Weihnacht."
"Lange vergangen?", fragte Scrooge und musterte seine zwergenhafte Gestalt.
"Nein. Deiner vergangen."

Seitenangabe für Zitat2: 
41

Ja, ja! Auf Onkel Scrooge!", riefen sie. 
"Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr dem alten Manne, wie er auch sein mag!", fuhr Scrooges Neffe fort. "Er wollte das icht von mir hören, aber nun bekommt er die Wünsche trotzdem. Auf Onkel Scrooge."

Seitenangabe für Zitat3: 
92
Verlag: 
Bertelsmann Club GmbH
Auflage: 
Ungekürzte Buchgemeinschafts-Lizenzausgabe
ISBN: 
=?

Kommentare

Ja wer kennt sie nicht - die Geschichte rund um Ebenezer Scrooge und die 3 Weihnachtsgeister... Die Neuverfilmung hab ich mir nicht angesehn, ich hab für diesen ganzen Animationszirkus einfach nix übrig... aber ich kenn die alte Trickfilmversion, und die schau ich mir immer wieder gerne an.
Darf man mit 27 noch Trickfilme mögen??? Wink Ich denke schon, oder Wink ??!!!

Diesen Film darfst Du mögen, bis Du Dich nicht mehr daran erinner kannst Smile Ich find die behinderte Minimickymaus immer so süß...

Man darf sogar in meinem Alter noch Trickfilme mögen (oder ist das jetzt schon Senilität?)!
Die alten Disney -Klassiker wie Dumbo oder Dschungelbuch oder Bambi oder Cinderella oder Schneewittchen oder...sind doch fantastisch! Und die Wuserln von heute lieben sie noch genau so, wie ich sie schon als Kind geliebt habe und meine Söhne und jetzt eben die Enkerln!
Und die Weihnachtsgeschichte ist einfach toll!

Ja, Dumbo, soooo lieb!!!!! Oder auch "Merlin und Mim", auch schon schön alt aber einfach grandios.
Mein absoluter Disney Favoirt:  der Musicalfilm Marry Poppins!!!!!!

Also die Trickfilmvariante kenne ich gar nicht (obwohl ich ein zielmlicher Walt Disney-Fan bin).
Ich habe mir die Verfilmung mit Patrick Stewart angesehen - und der ist für solche Rollen einfach wie geschaffen.
lg sonja

lg
sonja

Ich beruhe mich auf das Vorwort in diesem Buch. Treffender könnte ich es auch nicht formulieren:
von Sybil Gräfin Schönfeldt
Dickens erzählt von einem Geizhals namens Scrooge, der sein ganzes Leben lang Liebe und Freundschaft, Großzügigkeit und Lebenslust als unnütz und Verschwendung betrachtet hat. Seitdem er die Bitterkeit der eigenen Armut und die Macht des Geldes erkannt hat, ist sein einziger Lebenszweck gewesen: Geld raffen und horten. Nichts geben, nichts ausgeben. Nicht blind, aber gefühllos sein für das Elend vor der eigenen Tür. Dieser verdorrte Geizhals begegnet nun in der Weihnachtsnacht dem Geist seines toten Geschäftspartners, der ebenso hartherzig war wie Scrooge, sich nun auf einer schmerzensreiche Reue-Reise mit armen anderen Seelen befindet und dem Partner anfleht umzukehren. Er kündigt ihm auch den Besuch dreier Weihnachtsgeister an, die Scrooge seine verlorenen Kindheit, sein verfehltes Leben und seinen einsamen Tod zeigen. Diese Geisterbilder erschüttern Scrooge zutiefst und bringen ihn zur Einsicht, so daß er endlich wahrhaft Weihnachten feiern kann. 
 
Diese Geschichte egal wie alt sie ist, ist immer zeitgemäß. Es ist ," wie soll ich´s nennen", warmherzig
das Buch strahlt während dem Lesen Wärme aus- gibt´s so etwas überhaupt, ich fühlte es so !!!!
 

Ja eine wirklich gute Geschichte, zum ertsen Mal verlegt 1843, und immer - immer wieder lesenswert.
Egal in welchem Alter !! Dutzende von Filmen beschäftigen sich damit, Hörspiele und Fernsehfilme übersetzt in viele Sprachen.
Ich persönlich hätte aberein anderes Zitat, nämlich den Anfang der Geschichte ausgewählt :
<cite> Marley was dead: to begin with. There is no doubt whatever about that. The register of his burial was signed by the clergyman, the clerk, the undertaker and the chief mourner. Scrooge signed it. And Scrooge's name was good upon 'Change, for anything he chose to put his hand to. Old Marley was as dead as a door-nail.
      Mind! I don't mean to say that I know, of my own knowledge, what there is particularly dead about a door-nail. I might have been inclined, myself, to regard a coffin-nail as the deadest piece of ironmongery in the trade. But the wisdom of our ancestors is in the simile; and my unhallowed hands shall not disturb it, or the country's done for. You will therefore permit me to repeat, emphatically, that Marley was as dead as a door-nail... </cite>
Quelle und ganze Geschichte : http://en.wikisource.org/wiki/A_Christmas_Carol/Stave_1 
Das zeigt m.E. die Grundvoraussetzung der Geschichte, nur wenn dies klar ist - kann die Geschichte ein Wunder sein.
Rotbart
 
Es gibt keine schlechten Bücher - es gibt nur unfähige Autoren

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

der Beginn ist ausschlaggebend. Da stimme ich vollkommen zu
Aber wie bei allem gibt es Einleitung, Mitte , Schluß
und eine Zusammenfassung
 

Dickens Weihnachtsgeschichte hat seit ihrem Entstehen nichts an Aktualität verloren. Hartherzige und geldgierige Menschen gibt es auch heute noch, und wie auch Scrooge sind sie sich ihrer Einsamkeit garnicht wirklich bewusst, bzw. betrachten sie sie eher als einen  Vorteil im Leben. Gäbe es nur mehr Weihnachtsgeister, die die Herzlosen zur Besinnung brächten, dann sähe die Welt sicher anders aus.

Helmut Krauss liest ganz wunderbar, seine Stimme passt perfekt zur Geschichte und auch zur Hauptfigur. Ein feines Weihnachtgeschenk, das mir eine Freundin via audible.de gemacht hat!