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Gefühle, die wir alle
Gefühle, die wir alle sicher schon am eigenen Leib – im wahrsten Sinne des Wortes – erfahren haben oder nach denen wir uns sehnen, werden hier in eine bildhafte wie tief bewegende Sprache gefasst. So bildhaft und bewegend, dass das Herz – der Gefangene in der Brust (S. 122) teils freudig, teils schmerzhaft zu klopfen beginnt.
Ergreifend finde ich die Beschreibungen dieser innigen Verbindungen, sowohl zwischen Goethe und Ulrike als auch zwischen Goethe und seinen engsten Freunden/Vertrauten (s. die Passage über Graf Sternberg: "Goethe wollte ..." bis "... empfindet es genau so.", S. 127).
Es ist fantastisch, einem Menschen so nah zu sein, „Wenn Du mich jetzt hörtest, wärst Du mir sehr nahe. Eine Einverstandenheit verbände uns, die auf den Namen Untrennbarkeit getauft ist.“ (S. 126); „Ich zerre Dich schnell in meine innerste Nähe.“ (S. 192). Sich sicher zu wähnen nur aufgrund der Existenz eines anderen Menschen, ist der beste Schutz. „Solange sie fast in Reichweite … saß, war er unverwundbar“. (S. 52)
Wunderbare Liebeserklärungen („… er erlebte sie als Lebenszufuhr“ [S. 46] u.v.m.), gepaart mit subtilem Humor (Bezeichnung seines 74. Geburtstages als „Sargnageldatum“ [S. 144] und die bereits erwähnte Passage beim Kostümball (habe mich köstlich amüsiert) sowie kleine, nur hingehauchte, aber von Bildgewalt strotzende Worte oder Wortgruppen („… wie man mit der Seele wie mit den Zähnen knirschen kann.“ [S. 198]; „… stimmungsvolle So-Nicht-Gemeintheiten…“ [S. 19] und mein absoluter Liebling „…Weil sie nichts sagte, aber erzählerisch schaute…“ [S. 118]) machen dieses Buch so wunderbar.
Einzig das Misstrauen Goethes gegenüber Ulrike, wenn sie nicht bei ihm war oder er sie bei einem anderen wähnte, betrachte ich äußerst kritisch.
Ich kann mich Reinhard nur anschließen und es weiterempfehlen.
möchte beim Misstrauen ein wenig einhaken
ich hörte, Goethe hatte Burn-Out. Dies lies ihm wahrscheinlich im Positiven sowie im Negativen diese Extremwerte fühlen.
Hervorhebbar sind eben diese Dialoge; nicht immer lang, sondern präzise kurz, voller Liebe und Verehrung, so wie:
Ulrike: Also ist unvorgreiflich eine Art Befehl.
Goethe: Die höflichste Art, etwas dringend zu wünschen.
Ulrike: Und noch wichtiger, es ist ein Kompliment, der andere fühlt sich inbegriffen. Ich traue ihm zu, dass er mich ganz und gar versteht. Das schmeichelt ihm. Der Herr Geheimrat ist raffiniert.
(S 31)
Es ist halt doch immer wieder die gelungene Kommunikation.
Ich danke Jana.
schreibt Reinhard
Burn out
Du traust Goethe also nicht ein klein wenig Besitzanspruch an Ulrike zu?
den wollte er sicherlich haben
aber bei Personen fällt mir dieses Wort nicht ein. Ich glaube er wollte (fernab von fleischlichen Gelüsten) ihre Gegenwart, oder vielmehr ihr Gespräch. Er liebte ihre wenig-respektvolle Art zu kontern. Hier sei noch erwähnt, das sich auch mehrere Running-Gags durch das Buch ziehen. Farbenlehre. Immer wieder dieser Schwachpunkt Goethes - keiner will ihm glauben.
Weiters zitiert:
Ulrike wollte wissen, warum er seine Orden nie trage.
Soll ich, fragte er zurück.
Nein, sagte sie.
Solche Übereinstimmungen wurden immer durch den Blicktausch wortlos besiegelt. Er fühlte es, mit keinem zweiten Menschen in dieser Welt konnte er eine solche Übereinstimmung erleben. (S 40)
Zustimmung:
"Wenn ich an unsere Gespräche denke, weiß ich, dass ich vorher niemals solche Gespräche erlebt habe. Entweder wurde ich angefochten oder angebetet. Sie, Ulrike, Sie, Sie, Sie sind, was mich betrifft, zur Welt gekommen, dass ich mich in einem zweiten Menschen verlieren konnte und erleben, wie er mich mir glücklich zurückgab." S. 257
Vielleicht habe ich mit "Besitzanspruch" das falsche Wort gewählt. (Und so fernab würde ich die fleischlichen Gelüste nicht suchen.)
Er besteht einfach nur noch aus Ulrike...
"Am nächsten Tag konnte er dem Grafen ohne Verklausulierung sagen, dass das Fräulein von Levetzow jetzt alles in ihm besetzt halte, keines seiner ehedem so vielfältig gepflegten Interessen habe überlebt."...
"Du bist einzigartig. Mit Deiner Einzigartigkeit beherrschst Du mich. ... Wenn ich der Einzige bin, der Deine Einzigartigkeit erlebt, dann musst Du doch mein sein. ... Jeder Mensch ist einzigartig, aber nur für einen einzigen Menschen."
... "und kaum stand er, durchfuhr ihn ihre Abwesenheit."
Liebe
Ich lese gerade auf Seite 98:
"Jetzt weiß ich, warum ich nie jemanden hassen konnte. In mir war eine Liebe daheim, ein Leben lang, die schlief, die träumte, die schweifte ein paarmal aus, nannte sich so, nannte sich anders, floh wieder zurück, eigentlich wartete sie. Das hat mir die Kraft gegeben für alles. Jetzt weiß ich: Meine Liebe hat auf dich gewartet."
Diese Liebe wünsche ich allen, niemand könnte mehr hassen.
Und weiter auf der selben Seite:
"Meine Liebe weiß nicht, dass ich über siebzig bin. Ich weiß es auch nicht."
Traumhaft...
Ich hab beim Lesen oft
"Ach, ist das schön" gedacht und auch bekannten Zuggefährten gesagt.
Bombastische Worte fielen mir beim Lesen hierzu gar nicht ein. Es ist einfach schön, traumhaft schön.
Jetzt aber, nachdem ich mich einigermaßen wieder gefasst habe, einige auffallende Worte:
Exzelle-e-nz: Ulrike nennt ihn (kindlich spaßhaft) oft so. Man hat richtig den Wortlaut im Ohr.
Satzhoheit: Die äußerst wertschätzende Bezeichnung für Goethes Sätze, wenn sie Ulrike gefallen.
Feiglingin: Goethe nennt Ulrike manchmal so im Spaß
Dieses Buch ist eine echte Bereicherung der Sprache.
schreibt Reinhard
Noch mehr:
Gefühl bzw. die Fähigkeit, Gefühle in Worte zu fassen oder mit nur einem Wort Gefühle auszulösen:
"Dem Herzen kann man nichts verbieten. Es ist älter als du."
"... sag Dir etwas Frechböswunderbares ins Ohr!"
"Ich bin ein Kartenhaus, das behauptet, eine Festung zu sein."
- Übrigens beklagt sich Goethe an dieser Stelle auch darüber, das er nur "Kleine Almanache ... unter Aufsicht mit ..." Ulrike "... anschauen durfte. Und das war's!" Burn out?
Weimar, 17. Oktober 1823
Was sagt ihr zum Brief (oder ist es ein Tagebucheintrag), der da beginnt mit "Die Liste der Vorsicht und des Vermeidens. Welche Situationen sind gefährlich, weil sie Anfälle und Überfälle provozieren.". S. 217
Ich finde diesen Brief (Tagebucheintrag?) rührend. So bemühen muss er sich, damit er sich nicht verspricht, damit er nicht dauernd an sie denkt, damit er sich nicht daneben benimmt.
"Aufpassen, sobald eine Nachricht eintrifft, die mit Heirat zu tun hat! Dreimal hinschauen, dass nicht mehr so eine Blamage passiert wie mit Knebel! Nicht der fünf Jahre ältere Knebel hat geheiratet, sondern sein Sohn!!!" S. 219
Rührend...
...nahezu tragisch finde ich, dass diese »Liste« mit ganz alltäglichen Dingen beginnt, die Goethe eigentlich gar nicht vermeiden kann: Ausdemfensterschauen, Glasinderhandhalten, das Läuten der Kirchenglocken, Regen.
Diese Liste ist also wiederum ein Zeugnis dafür, dass er Ulrike komplett in sich aufgenommen hat. Im auf den hier zitierten Tagebucheintrag folgenden Eintrag bezeugt er diesen Umstand mit den Worten: »Du bist einzigartig. Mit Deiner Einzigartigkeit beherrschst Du mich. Tag und Nacht.«
Goethe ist gegen Ende
von seiner Ulrike weiter entfernt als es ihm Recht ist. Eigentlich schade.
Wie hätte er ihr doch näher kommen können?
Mehr Nachdruck?
schreibt Reinhard
Keine Ahnung,...
...ob ich Reinhards Herausforderung gewachsen bin, aber ich versuch's einfach mal.
Ich stimme in dem Punkt zu, dass es schade ist, wie weit voneinander getrennt sie am Ende sind. Dennoch glaube ich, dass es zu der »Beziehung«, wie sie vorher zwischen den beiden war, keine realistische Steigerung hätte geben können.
Mehr Nachdruck hätte nicht zu Goethe gepasst, da er Ulrikes »... Zustand achtete. Weil er sie zu sehr verehrte. Weil er sie anbetete, so wie sie war.« (S. 270). Eigentlich die ehrlichste Art zu lieben, den anderen nicht zu bedrängen, nicht zu versuchen ihn zu verändern und vor allem ihn aus dem eigenen Leben gehen zu lassen.
Ich bin der Meinung, sie haben eine der schönsten Arten des Sich-kennen-lernens, des Sich-verstehens und der Übereinstimmung erlebt. Sie waren dabei einfach nur zwei Menschen (im wahrsten Sinne des Wortes ohne Abgrenzungen wie Alter, gesellschaftliche Zwänge) und waren sich dabei so nah, dass es vermutlich auch keiner Steigerung bedurfte.
Wie hätte denn eine Fortsetzung der Freundschaft zwischen den beiden aussehen sollen, wie lange hätte sie gedauert?
Liebe Jana,
ich hab dein Kommentar jetzt ein paar mal durchgelesen. Und es stimmt - aber trotzdem bleibt eine kleine Träne in meinem Auge.
Warum finden zwei so große hochgeistige Menschen nicht einen Weg, den weiteren Lebens-Weg (auch wenn er zeitlich kurz sein sollte) konkret gemeinsam zu gehen? Ich hätte Goethe Ulrike (und natürlich auch Ulrike Goethe)mit Haut und Haar vergönnt.
schreibt Reinhard
Gegönnt...
...hätte ich es den beiden natürlich auch, doch bin ich auch der Ansicht, dass es gerade für Ulrike doch nur schmerzlicher hätte werden können. Es reißt sicherlich mehr am Herzen, einen geliebten Menschen sterben zu sehen, als sich auf diesem Weg, wie Goethe und Ulrike, zu trennen.
Und er legt ja auch Wert darauf, dass Ulrike weiß/annimmt, dass es ihm gut geht: »Sie muss sehen, dass du kein dich windender Wurm bist.« (S. 266).
Reinhard, ich bin gespannt, wie Du Dir den Weg vorstellst!
Sehe, dass hier noch eine Frage auf Antwort wartet.
Nun, der mögliche, eigentlich immermögliche Tod des Partners, sollte mich nicht abhalten diese eine betreffende Beziehung einzugehen. Ich glaube, dass das Verbindende (das muss ja nicht das Gleiche sein) es wert ist, es zu wagen.
Welch intimes Buch das doch ist!
schreibt Reinhard
"Das Schönste war, dass
"Das Schönste war, dass sie, als ihre Münder sich einander näherten und dann einander berührten, dass sie da ihre Augen geschlossen hatte. Er hatte nie eine innigere Intimität erlebt als diese geschlossenen Augen" (S 91)
"Es war alles der Versuch, nicht andauernd nur an Ulrike zu denken. Er spürte in allem, was nicht mit ihr zu tun hatte, eine böse Sinnlosigkeit und Langeweile. Es tat immer weh, sich von ihr abzulenken. Aber dass, bis er sie wieder sah, höchstens Stunden vergehen mussten, machte alle Entbehrungen leicht. Sie waren Gewürze für das Mahl des nächsten Zusammenkommens" (S 95)
Es ist ein besonderes Geschenk, so viel Gefühl in Worte fassen zu können - jede Zeile ist voll von Herzlichkeit und Tiefe. Dieses Buch berührt mich in meinem tiefsten Inneren - habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Ertappe mich immer wieder dabei, wie ich dem Gelesen im Gedanken nachhänge .... diese Zeilen wollen mich nicht los lassen... Bin noch nicht am Schluss, aber ich fürchte das Ende, das ich mir für diese beiden wünsche wird nicht eintreffen
Briefe an Ulrike
Seine Briefe an Ulrike zu lesen tut mir fast ein bisschen weh. Einerseits so reich an Liebe und Zuneigung für diese junge Frau kann ich doch seine Bedrückheit, Sehnsucht spüren ("Es gibt das Paradis: Zwei für einander. Es gibt die Hölle: Einer fehlt" S222 ). In seinem tiefsten Inneren weiß er um die "Chance" ihrer gemeinsamen Zukunft, wartet nur auf ein kleines Zeichen von ihr wieder aufatmen zu können - er legt ihr die Antworten (Antwortmöglichkeiten) ja schon fast in den Mund, nur um endlich Klarheit zu haben.
" Jeder Mensch ist einzigartig, aber nur für einen einzigen Menschen. Und der bist du für mich. .... Wenn ich der Einzige bin, für den Du einzigartig bist, bleibt nur noch zu fragen: Bin ich einzigartig für dich? Ich bin`s nicht. Sonst wärst du längst hier." (S 220) - schreit dieser Satz nicht förmlich nach einer Antwort - einer Zustimmung oder einer Verneinung ihrerseits ??
"Warum schreibt sie nicht endlich?" denke ich mir, warte ständig auf das gemeinsame Glück der beiden. Würde ihm (ihr) diese efüllte Liebe so sehr wünschen!!!!!
Zum 2. Mal gelesen
noch intensiver erlebt, war mitten drinn', welch exzellente "Satzhoheiten".
S 214: "Wenn ich das öfter sage: das hat etwas, und dann nichts zu sagen weiß, was es hat, dann will ich vermeiden, eine größere Empfindung an kleinere Wörter zu verraten."
schreibt Reinhard
Kann gut nachvollziehen,
Kann gut nachvollziehen, dass du dich ein zweites Mal in dieses Buch hast sinken lassen.
Habe noch nie zuvor etwas vergleichbar liebevolles gelesen. Diese Buch liest man nicht nur einfach so dahin, man spührt es.
Jede Zeile vermittelt Liebe, Sehnsucht, Zärtlichkeit ... man taucht ein in dieses Buch und möchte es am liebsten niemals mehr verlassen...
Ich lege Martin Walsers Roman jedem ans Herz - ein Leseerlebnis der besonderen Art!!!!!!!!!!!
Man stelle sich vor ...
wie Walser dieses Buch geschrieben hat. Er legt einiges auch über sich offen. Seine Suche nach einem ihm angemessenen Gesprächspartner, der ihm so richtig paroli bieten kann.
schreibt Reinhard
Zitat Seite 67
Nichts. Nichts. Nichts.
Verloren war er schon nach dem ersten Jahr. Das Etwas, das nichts ist und nichts wird, das, je länger es nichts ist, immer, immer wichtiger wird, bis es zum Wichtigsten, Allerwichtigsten, bis es zum Einzigen wird, dich ausfüllt, bestimmt, beseligt, hinaufwirft in jede Höhe, nur dass der Sturz dann um so gemeiner ist.....
Nichts macht so arm wie eine Liebe, die nicht glückt.
Wie werde ich diesen Roman wohl beim zweiten Mal sehen, was werde ich lesen und was werde ich empfinden???? Werden sich neue Perspektiven auftun....??? Sprachlich nach wie vor wunderschön.....
Diese Frage kann ich mir
Diese Frage kann ich mir jetzt gleich selbst beantworten.
Sehr kraftvoll, sehr intensiv, Walser schreibt über die Liebe wie ich es noch von keinem zuvor gelesen habe.....
Goethe ist für mich in diesem Roman so greifbar, ich leide mit ihm, ich liebe mit ihm und auch wenn ich den Ausgang dieser Geschichte bereits kenne, wünsche ich mir, dass es sich dieses Mal für ihn doch anders entwickelt.
Man wünscht ihm diese Liebe so sehr. Die Gefühle sind so tief, dass die Realität, die Vernunft sofort in den Hintergrund rückt. Man zweifelt keine Sekunde an der Echtheit seiner Gefühle.
Aber was ist mit Ulrike???
Ist es Zuneigung?? Gar Liebe?? Oder doch nur jugendliche Schwärmerei, ein Spielchen für sie ??? Ich bin hin und her gerissen. Kann es überhaupt annähernd so etwas wie Liebe sein, dass sie für diesen um so viele Jahr älteren Mann empfindet????
EIn sprachlich wunderschöense Buch, wo es immer auf`s Neue etwas zu entdecken gibt.
Ulrike
Ulrike, manche Männer werden Ihnen später blaue Augen attestieren, andere werden sagen, Ihre Augen seien grün. Ich sage: Lassen Sie sich, bitte, nicht festlegen.
S. 12
eines meiner absoluten Lieblingsbücher!
da lustets mich, es noch einmal zu lesen
ich bin grad dabei...
ist mir in unserer Bücherei förmlich in die Hände gehüpft.
oh, da wünsch ich dir auch
oh, da wünsch ich dir auch viel Spaß.
Ein wunderschönes Buch (auch eins meiner Lieblingsbücher), ich hoffe du kannst dich auf die Sprache einlassen.... dann hast du einige besondere Lesestunden vor dir.
glg Claudia
immer wieder Walser!!!!!
Dieses Buch ist und bleibt
Dieses Buch ist und bleibt einfach ein Genuss... egal wie oft ich es lese.... jedes Mal stechen mir neue Zeilen ins Auge und jedes Mal finde ich mehr Gefallen an den bereits markierten Textstellen..... einfach nur SCHÖN!!!!
Natürlich, man muss die Art und die Sprache mögen.... beim ersten Mal war es für mich auch recht ungewöhnlich und oft auch nicht so einfach... aber wenn man es schafft, sich darauf einzulassen findet man sofort rein und genießt Zeile für Zeile.
Ich würde es allerdings doch eher Leuten empfehlen, die gern und auch viel lesen... es ist halt doch kein Roman, wo man einfach nur so drüberliest....
So Vieles wurde hier schon geschrieben... was soll ich blos noch hinzufügen..... ein Lieblingszitat aus diesem Buch zu nennen fehlt mir auch schwer... es sind einfach zu viele.... ein Satz, der sich besonders in mein Gedächtnis eingeprägt hat ist:
Ich bin ein Kartenhaus, das behauptet, eine Festung zu sein... Goethe lebt und leidet für diese Liebe.... und Walser versteht es einfach, das dem Leser so zu vermitteln, das er es selbst mit Haut und Haar am eigenen Leib spüren kann... und das ist wirklich keine Übertreibung!!!!! Ganz großes Kino!!!!! ABSOLUT LESENSWERT!!!!!