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Die schwarzen Wasser der Seine

Bild von Gabi Konrad
Verfasst von bookreaders team member Gabi Konrad am Di, 11/12/2007 - 20:04
Inhaltsangabe

Drei Krimis mit Kommissar Adamsberg, ein Pariser Kommissar mit einer ihm eigenen Art, Kriminalfälle aufzuklären.

Zitate

"Toussaint, Pi. Ist das Ihr Vorname, 'Pi'?" Der Mann mit den Schwämmen richtete sich auf. "Mein Vorname hat sich im Kaffee aufgelöst", sagte er mit einem gewissen Stolz. "Das ist alles, was davon übriggeblieben ist." Ohne etwas zu entgegnen, sah Admasberg ihn an, er wartete auf das Weitere, das der Mann wie ein uraltes Gedicht vortrug. "Zu Allerheiligen hat meine Mutter mich zur Fürsorge gebracht. Sie hat meinen Namen in das Standesregister geschrieben. Jemand hat mich auf den Arm genommen. Jemand anderes hat seine Tasse auf das Register gestellt. Der Vorname ist verwischt in dem Kaffee, nur zwei Buchstaben sind übriggeblieben.

Seitenangabe für Zitat1:
126

"Sie hat mich nicht gesehen." "Sie?" "Die Frau im Pelz. Sie ist um mich rumgelaufen wie um einen Haufen Lumpen. Sie hat mich nicht mal gesehen. Wieso sollte ich sie also gesehen haben? Gibt keinen Grund dafür, wie du mir, so ich dir." "Sie haben sie nicht gesehen?" "Nur einen Haufen weißen Pelz." Adamsberg beugte sich zu ihm vor. "Aber Sie schliefen nicht. Die Schüsse müssen Sie doch aufgeschreckt haben, oder? Drei Schüsse, so was macht doch Lärm." "Das ging mich nichts an. Ich hab einen Einkaufswagen zu bewachen. Ich kann mich nicht ums ganze Viertel kümmern."

Seitenangabe für Zitat2:
128

Adamsberg stand auf und ging im Zimmer umher. "Du willst uns nicht helfen, stimmt's?" Pi kniff die Augen zusammen. "Sie duzen mich?" "Bullen duzen. Das steigert die Erfolgsquote bei der Polizei." "Wenn das so ist, könnte ich Sie also auch duzen?" "Für dich gibt's keinerlei Grund dazu. Du leistest nichts, denn du willst ja nichts sagen." "Werden Sie mir eine verpassen?" Adamsberg zuckte die Schultern.

Seitenangabe für Zitat3:
129
Quellenangaben
Verlag:
Aufbau Verlagsgruppe GmbH
Erscheinungsjahr:
2007
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
978-3-7466-2350-4
Meine Gedanken zum Buch:

In unserer Firma wird "gewichtelt". Ich wollte ein Buch schenken und kaufte auf Empfehlung der Buchhaltung meines Vertrauens, wie Reini so schön sagt, dieses Buch. Natürlich musste ich es vorab lesen, ich kann ja nicht irgendetwas schenken (hoffentlich liest meine Kollegin diesen Beitrag nicht...). Also kurz gesagt und darum bin ich hier, mir gefällt das Buch. Fred Vargas ist eine Autorin (Jahrgang 1957) aus Paris. Ihre Krimis sind spannend, ihr Kommissar Adamsberg hat einen eigenen Stil. Er vertraut seiner Intuition mehr als der Logik, er verbringt seine Arbeitszeit meist damit, zu Fuß unterwegs zu sein, da er durchs Spazierengehen der Lösung seiner Fälle näher kommt. Er liebt Gewitter, stellt sich ohne Schirm in den Regenguss. Phantasievoll, poetisch, humorvoll, lässig. Verlangt nach mehr...

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