Die Wand

die_Wand.jpgEine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.

Meine Gedanken zum Buch: 

Selten musste ich mich so bemühen, ein Buch wirklich zu Ende zu lesen. Dabei ist es spannend bis zum Schluss und auch gut geschrieben. Aber die Geschichte hat mich mehr schockiert als jeder Horror-Thriller, den je gelesen habe.
Sollte man vielleicht nicht gerade dann lesen, wenn man depressiv oder einsam ist, aber lesen sollte man es unbedingt. Wenn man die Geschichte der Marlen Haushofer etwas kennt, dann erhält man zusätzlich einen tiefen Blick in die zerrüttete Seele dieser Frau.
Schön, dass sie uns trotzdem auch Bücher wie "Brav sein ist schwer" etc. schenken konnte! Darüber wurde hier ja schon berichtet.

Verlag: 
List Tb.
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3548605715

Kommentare

Es ist bei mir schon länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe, es hat mich aber beeindruckt. Ich kann mich noch an das Gefühl der Einsamkeit erinnern und an die Ohnmacht, als die Frau Zahnschmerzen bekommt und keine Möglichkeit hat, einen Arzt aufzusuchen, da sie ja durch diese unsichtbare, befremdliche Wand von der übrigen Welt abgeschnitten wurde. Sie weiß nicht, ob dieser Zustand sich jemals ändern wird, ihr ist nicht bekannt, ob sie die einzig Überlende ist, ob hinter der Wand das Leben weiter geht oder ob dort alles zerstört wurde. Trostlos aber faszinierend.