Die Säulen der Erde

Die_S__ulen_der_Erde.jpgKönig Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die „Säulen der Erde“, das größte Bauwerk des Abendlands.

Meine Gedanken zum Buch: 

Wer auf Romane steht, die geschichtlichen Hintergrund haben, und viel Ausdauer hat - das Buch hat 1.151 Seiten als Taschenbuch - der wird viel Freude haben. Die Geschichte ist immer spannend erzählt, zum Teil auch sehr schockierend, weil das Mittelalter eben eine harte Zeit war, und man erfährt viel darüber, wie die Menschen damals überhaupt in der Lage waren, diese wunderbaren, riesigen Kathedralen zu bauen, die in der Romanik und Gotik entstanden sind.
Ich hatte es auf einer Urlaubsreise dabei und somit die meiste Zeit am Strand mit Lesen verbracht.

Verlag: 
Lübbe
Auflage: 
21. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3785705773

Kommentare

Die Säulen der Erde - mein absolutes Lieblingsbuch!
 
Habs inzwischen 3 oder 4 mal gelesen - ist schon ganz zerfleddert das Taschenbuch. Das ist ein Buch, das ich wenn ich es beginne zu lesen, eigentlich nur mehr zum Schlafen oder Arbeiten aus der Hand lege. Wenn ich nicht im Urlaub bin, darf ich das Buch nicht mehr zur Hand nehmen. Mein Rekord liegt bei 3-4 Wochen. Die Mutter einer Bekannten hat den Wälzer innerhalb zweier Wochen vertilgt gehabt.
Ich mag wie Ken Follett die verschiedenen Geschichten nebeneinader führt, sie sich kurz berühren lässt, wieder weit auseinander bringt und sie zwischendurch oder auch dauerhaft miteinander verschmelzen lässt.
Eigentlich erlebt beinahe jeder Mensch in der Handlung extreme Tiefen und Höhen, die manchmal in einem Fiasko enden. Am besten gefallen hat mir der Wiederaufstieg der tief gefallenen Adeligengeschwister, vor allem der Frau, die nach finanziellem und gesellschaftlichem Untergang mit Wollhandel ihren Weg macht. Eine Frau im Mittelalter und noch dazu in einer von Männern absolut beherrschten Zunft - dem Handel - zwei mal wieder vom Boden aufzustehen, und nebenbei noch den "kleinen" Bruder im Zaum zu halten und zum Ritter zu machen, das beeindruckt.
Auch die Entwicklung in der Architektur die Ken Follett beschreibt ist sehr gut recherchiert. Seit dem kann ich zumindest den gothischen Baustil von den anderen unterscheiden. Es wird einem auch vor Augen geführt wie aufwändig und langwierig der Bau einer Kathedrale eigentlich war, und mit welchen Schwierigkeiten die Leute "am Bau" damals zu kämpfen hatten.
Andreas
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Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

-- Andreas --

... für die detaillierte Beschreibung, ich konnte mich so genau an alles garnicht mehr erinnern, weil das Buch für mich schon unter der Kategorie "unter ferner liefen" fällt. Ich finde, dass es wirklich leicht lesbar ist und die Geschichte faszinierend ist, aber zu meinen Top 10 gehört es nicht.
Ich glaub, ich hab's in einer Woche gelesen - war ja im Urlaub.

Es ist eines meiner Lieblingsbücher. Wenn Ken Follett ein Buch schreibt, kann man wirklich davon ausgehen, dass es blendend recherchiert wurde. Man taucht ein in die Geschichte und lebt die Höhen und Tiefen der Protagonisten. Ich habe es oftmals verschenkt.

Ich werde die Fortsteztung sicher auch lesen, weil ich die Geschichte so interessant gefunden habe. Sonst mag ich Follett eigentlich nicht wirklich, aber über das Mittelalter weiß ich nicht SO viel, und da kann man auf einfache Art und Weise wirklich noch viel lernen.
 
Auf amazon.de gibt es bei der Buchbeschreibung von "Die Tore der Welt" übrigens auch ein Interview mit Ken Follett.

Ab Herbst wird in Wien und Niederösterreich an einer vierteiligen TV-Verfilmung von "Die Säulen der Erde" gedreht, bei der u. a. Donald Sutherland mitspielen wird.
 
Schreibt die Zeitung.

Ist ja lustig, dass das bei uns verfilmt wird! Man sollte annehmen, in England gäbe es genügend geeignete Plätze. Aber das wird sicher spannend, da werden sicher auch wir daheim vor der Glotze hängen.

Na, habt ihr euch die Verfilmung jetzt angeschaut? Ich hing natürlich vor dem Fernseher und hab es sehr genossen, diese Geschichte in Bildern zu sehen. Auch wenn der Film niemals an das Buch herankommt, finde ich die Geschichte trotzdem gut umgesetzt. Auf jeden Fall hab ich Lust gekriegt, das Buch bald mal wieder zu lesen.
 
Meiner Meinung nach waren die Schauspieler für die einzelnen Rollen wirklich sehr gut ausgewählt. Jack, Aliena, Prior Philip, Tom wurden sehr gut dargestellt, Ellen hat mir auch gut gefallen. Einzig William hätt ein bisschen böser aussehen können. Und Williams Mutter... sollte die laut Buch nicht sehr hässlich sein? Im Film war es eine hübsche Schauspielerin, der man einfach ein "Geschwür" angeklebt hatte...
 
Was ich schade fand: Dass es im Film nicht richtig rübergekommen ist, über welchen langen Zeitraum sich diese "Geschichte" ereignete. Zwar sah man zwischendurch mal den Schriftzug "sieben Jahre später" etc., aber den Personen war es überhaupt nicht anzusehen, dass sie erwachsener, älter wurden. Jack z.B. sah immer aus wie ein 20jähriger. Nur in der letzten Einstellung bekam er mal etwas Bart ab.
 
Das Ende der Verfilmung hat mir nicht gefallen. Mir scheint, hier wurde zuviel geändert. William ist ja nicht so "zufällig" gehängt worden, oder? Und hatte er überhaupt seine Mutter umgebracht? Bei Alfreds Tod hatte auch nicht Waleran seine Hände im Spiel. Ich glaube, ich muss das Buch möglichst bald nochmal lesen...
 
Alles in allem ist die Verfilmung aber gut gelungen und ich werde sie mir bestimmt noch das eine oder andere mal anschauen Smile
 
Wie hat euch der Film gefallen?
 
Liebe Grüße,
Michaela

Ich kann mich zum Glück nicht mehr sehr genau an das Buch erinnern, somit kann ich a) nicht beurteilen, wie gut die Verfilmung ist und b) mich immer noch über Überraschungen freuen Smile
 
Ich habe erst die ersten beiden Teile gesehen, und mir gefallen sie auch nicht schlecht. Ich finde die Mutter von William übrigens schon irgendwie hässlich, weniger wegen dem Geschwür, sondern vielmehr, weil sie immer so grimmig dreinschaut.

Dann hast ja noch etwas, auf das du dich freuen kannst. Vor allem Teil 3 hat mir sehr gut gefallen. Da war ich wirklich komplett überrascht, als er zu Ende war, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte erst eine halbe Stunde vor dem Fernseher gesessen. So versunken war ich im Film.
 
Grimmig dreingeschaut hat Regan wirklich. Teilweise war sie auch gut (bzw. gut hässlich) geschminkt. Aber mir hätte es eben gefallen, wenn mal jemand schauspielern hätte dürfen, der nicht ganz so schön ist. Bin da scheinbar ein bisschen empfindlich...

Wer ist schon an diesem Film vorbei gekommen - wohl keiner !!! Smile
Natürlich hab auch ich am WE die Couch nicht verlassen und mir diesen Monsterschinken nicht entgehen lassen. Leider hab ich Teil 2 verpasst, bin aber trotzdem locker mitgekommen.
 
Ganz schön viele Verstrickungen und Intrigen, puh - hab das Buch ja nicht gelesen, aber ich könnt mir vorstellen, dass das teils doch recht verwirrend war, oder??
Die Schauspieler fand ich gut gewählt, es war alles in allem ein recht runde Sache. Was mich ein bissl gestört hat, waren die Kampfszenen. Die kamen mir teils oft etwas unprofessionell gedreht vor..... Was Michaela auch schon angesprochen hat, hab ich auch gleich empfunden: Die Zeitspanne über die sich diese Geschichte hinzieht, hat man als Zuseher nicht so richtig mitbekommen. Ohne Untertitel hätte man auch meinen können, es hätte sich alles innerhalb von ein paar Jahren zugetragen...

Da bist du so eine Lesemaus und kennst "Die Säulen der Erde" nicht? Das hätt ich dir nicht zugetraut Wink
 
Es waren tatsächlich viele Verstrickungen und Intrigen. Im Buch vielleicht noch mehr. Aber dadurch, dass es im Buch so gut beschrieben ist, was es überhaupt nicht verwirrend davon zu lesen. Es war halt nur viel, alles in den Film zu packen. Auch war es Buch viel dramatischer... aber das ist es ja immer. Ich kann dir also nur empfehlen, dass du das Buch auf auf deine Leseliste setzt Smile

Es is ja nicht so, dass ich noch nie mit dem Gedanken gespielt hätte, mir dieses Buch zu kaufen..... ;-)............. wenn´s nicht so ein Wälzer wär..... da krieg ich schon einen Krapf in den Fingern, wenn ich mir den dicken Schinken nur anschau....
 
Abgesehen davon, jetzt wo ich den Film gesehen hab.... ob das Buch dann noch seinen Reiz behält.... der Spannungsfaktor fällt ja größtenteils weg????

Also meiner Meinung nach muss man es nicht glesen haben. Es ist nett, unterhaltsam und nette Trivialliteratur halt, aber für mich kein Muss. Du kannst ja einen Kompromiss machen und den zweiten Teil, "Die Tore der Welt" lesen. Das liegt bei uns auch schon seit Ewigkeiten herum, und keiner traut sich drüber.

Das Buch hat mich gefesselt, von der ersten bis zur letzten Seite! Echt faszinierend, so detailierte Infos zum "dunklen" Mittelalter zu bekommen. Ich denke doch, dass es das Leben damals recht realistisch beschreibt.
Für mich war die Geschichte der Aliena sehr ansprechend, weil sie ein hartes Schicksal hatte, aber nie aufgegeben hat, sich immer wieder emporgearbeitet hat. Soviel Kraft ist bewundernswert! Auch die anderen Personen haben mich fasziniert, weil sie ihren Träumen gefolgt sind, wann immer es gegangen ist.
Das Buch ist ein echter "Schinken", noch dazu mit so vielen Details gespickt, das konnte ich einfach nicht so schnell lesen. Wenn ich wieder mal viel Zeit habe kommen die anderen Ken Folletts dran! Bestimmt!