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Die Macht der Gene. Schön wie Monroe, schlau wie Einstein.

Bild von markuskrimi
Verfasst von yellow bookreader markuskrimi am Di, 26/08/2008 - 18:51
Inhaltsangabe

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Wollten Sie nicht schon immer einmal wissen, ob Ihre unbeschreibliche Schönheit, Ihre überdurchschnittliche Intelligenz und Ihr Talent Witze zu erzählen vererbt sind?
Stellen sich in Wahrheit nicht noch ganz andere Fragen: Warum gibt es Menschen, die nie etwas essen und trotzdem dick werden? Was haben Toupet und offener Sportwagen mit genetischer Selektion zu tun? Wie werden meine Kinder aussehen? Warum werden manche Menschen "unverdient" steinalt, obwohl Sie saufen und rauchen und gibt so mancher "Bio- und Sportfreak" frühzeitig den Löffel ab? Was haben Auto und Flugzeug mit den Chancen der Menschheit auf langes Überleben in der Evolution zu tun? Warum spielen brasilianische Fußballer immer besser als österreichische und weshalb siegte Mozart über Salieri? Wissen meine Gene, dass ich einmal Model, Politiker oder Serienkiller werde? Wussten Sie, dass jedes Neugeborene in ganz Europa und den USA auf eine genetische Erkrankung untersucht wird - und das schon seit Jahrzehnten? Weiß ein Genetiker, welche Krankheiten ich noch bekommen werde? Bin ich meinen Genen wirklich hilflos ausgeliefert? Vielleicht haben Sie auf alle diese Fragen noch nie eine Antwort erhalten, weil Sie nicht zu fragen gewagt haben.

Zitate

Jeder Leser dieses Buches, der jünger als 40 Jahre ist, wurde höchstwahrscheinlich bei seiner Geburt bereits auf eine schwere Erkrankung, die dem oben beschriebenen Erbgang folgt, untersucht. Ja wirklich - jeder. Gemeint ist die Erkrankung mit dem Namen Phenylketonurie. Eine Mutation führt bei dieser Erkrankung dazu, dass die Betroffenen kein Phenylalanin vertragen. Phenylalanin ist in Nahrungsmitteln enthalten und führt bei den Trägern zu irreversiblen schweren geistigen Schädigungen.

Seitenangabe für Zitat1:
29

Dürfen Eltern über die Gene ihrer Kinder eigentlich alles wissen? Ein Mann hat eine Schwester, die an der monogenen Erbkrankheit Chorea Huntington (früher als Veitstanz bekannt) leidet. Die bis zum Ausbruch vollkommen gesunde und hich intelligente Ehefrau und Mutter verlor im zweiundvierzigsten Lebensjahr ihre bis dahin uneingeschränkten geistigen Fähigkeiten, erkannte ihre Kinder nicht mehr, wie sie selbst heißt und wurde zu einem Pflegefall. Die Krankheit ist zwar erst spät in ihrem Leben ausgebrochen, in ihren Genen stand sie aber schon seit Anfang an. es war also schon genetisch fixiert und man kann den Ausbruch weder verhindern noch die Krankheit kausaul therapieren. Ihr Ehemann hat sie daraufhin verlassen und der Bruder betreut sie nun. Nicht nur das, er wurde auch Vormund der beiden Kinder dieser Frau. Jetzt erfährt er, dass diese Krankheit genetisch und vererbt ist. Jecer direkte Nachkomme dieser Frau hat eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, selbst genauso wie seine Mutter im gleichen Alter dasselbe Schicksal zu erleben. Er erfährt außerdem, dass Genetiker durch Lesen der Gene feststellen könne, wie es kommen wird - so oder so - krank oder gesund. Solche so genannten prädiktiven Gentests ermöglichen dem Genetiker etwas, was kein Kliniker jemals könnte. Er kann dadurch einer völlig gesunden Person voraussagen, dass sie eine bestimmte Krankheit bekommen wird (oder eben nicht). Der Bruder der Chorea-Huntington-Patientin geht mit dem Ansinnen zum Genetiker und ersucht ihn, doch seine beiden Neffen solch einem Gentest zu unterziehen. Schließlich hat er selbst auch zwei Söhne. Er muss also für vier junge Männer finaziell aufkommen und ein Studium könnte er sich vielleicht nicht für alle leisten. Von seinen Neffen würde er folglich nur jenen studieren lassen, der nicht mit vierzig Jahren vollkommen seine geistigen Kapazitäten verlieren wird. Das wäre nicht gut investiertes Geld.

Seitenangabe für Zitat2:
64
Quellenangaben
Verlag:
ecowin Verlag
Erscheinungsjahr:
2006
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
13: 978-902-404-35-0/ 10: 3-902404-35-3
Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch liest sich wie keine Fachliteratur, da es sehr verständlich für Laien geschrieben ist und es ist trotzdem eine Fachliteratur. Nach dem Lesen dieses Buches ist man ein wenig in "die Macht der Gene" eingeführt und vertraut. Vieles ist Dank genetischer Forschung und vieles wird noch möglich werden und ist noch Zukunftsmusik. Für mich stellt sich die Frage, wann ist in der Forschung der Punkt erreicht, wo man sagt und nun bitte nicht mehr weiterforschen, alles andere wollen wir nicht mehr- wahrscheinlich nie?! Wann ist die Ethik dran und akzeptieren wir, dass der Mensch früher oder sopäter stirbt - maximal nach 130 Jahren

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Bild von Gabi Konrad

erschreckend

Ich beziehe mich auf Zitat 2:
 
Wenn der Onkel dann erfährt, welcher Neffe an der Krankheit leiden wird - wird er auch dessen zukünftige Freundin warnen, weil sie ja nicht lange etwas von ihm haben wird, oder wird er es den Firmen mitteilen, bei denen sich sein Neffe bewirbt, denn es zahlt sich ja wirklich nicht aus, in jemanden zu investieren, der einem nicht besonders lange zu Verfügung stehen wird.
 
Ich finde diesen Bereich der Genforschung sehr sehr gefährlich und unmoralisch.

Bild von markuskrimi

Hi! Ja wirklich

Hi!

Ja wirklich erschreckend!
Aber Österreich stellt in der Genforschung ein Schlusslicht dar! Musst dir vorstellen, in Amerika gibt es schon Designerbabys: Da kann man sich aussuchen, insofern man sehr viel Geld hat, welche Augen- und Haarfarbe das Baby/der Mensch haben soll. Welchen IQ. Ob der Mensch soziale Kompetenzen/Fähigkeiten haben soll oder doch eher Ökonomisch denken soll usw. Wenn man das Geld hat, kann man sich sein Kind mit den richtigen Analgen "basteln".
Sind wir froh, meiner Meinung nach, dass in Österreich nicht alles erlaubt ist.
Leider wird sich sicher auch in Zukunft der Arbeitsgeber vielleicht danach einmal erkundigen, und nur mehr noch die mit den besten und gesündesten Genen bekommen den Job oder dürfen ein Kind zeugen, damit die Krankenkasse nicht immer bleide geht oder damit keine Menschen mehr mit Behidnerung auf die Welt kommen.
Ich kann nur jeden raten, dass Buch zu lesen, alles im Buch ist zum Glück nicht so erschreckend!

LG Markus

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