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Die Frau mit dem roten Tuch

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/03/2010 - 13:06
Inhaltsangabe

Die_Frau_mit_dem_roten_Tuch.jpgEin dramatisches Ereignis bringt eine Liebe zum Scheitern. 30 Jahre später trifft sich das ehemalige Paar überraschend wieder - am gleichen Ort in Norwegen, an dem sich der Vorfall ereignete. Ist es Schicksal oder einfach nur Zufall, dass sie sich genau dort wieder begegnen? In einem Briefwechsel erinnern sie sich, was damals eigentlich geschah. Wie sie heftig verliebt ins Fjordland fuhren, eine wahnsinnige Dummheit begingen, und jener rätselhaften Frau mit dem roten Tuch begegneten. Gibt es Kräfte, die stärker sind, als Vernunft und Wissenschaft es wahrhaben wollen? Jeder der beiden hat seine eigene Philosophie. Um endgültig Klarheit über das rätselhafte Erlebnis zu gewinnen, beschließen sie, sich noch einmal wiederzusehen.

Zitate

Ist unser Bewusstsein nur ein Produkt der Chemie des Gehirns plus Milieu und Stimulation, wobei ich zum Bewusstsein auch rechne, was wir das Gedächtnis nennen, oder sind wir, wofür du so überzeugend argumentierst, mehr oder weniger souveräne Seelen oder Geister, die das Gehirn nur als Bindeglied zwischen einer geistigen Dimension und der materiellen Welt des Hier und Jetzt benutzen?

Seitenangabe für Zitat1:
205
Quellenangaben
Verlag:
Hanser
Erscheinungsjahr:
2008
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
ISBN-13: 978-3446234888
Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr konfrontiert uns Jostein Gaarder mit den essentiellen Fragen des Lebens. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Steinn und Solrun treffen einander nach 30 Jahren an einem Ort, der ihr ganzes Leben nachhaltig beeinflusst hat, wieder. Schicksal oder Zufall? Diese Frage diskutieren die beiden ausgiebig per E-Mail, es entsteht ein philosophisch-naturwissenschaftlicher Diskurs, in dem jeder versucht, die Einstellung des anderen nachhaltig zu widerlegen.
Den Rahmen für diese Auseinandersetzung bildet ein Geheimnis, das die beiden über 30 Jahre hin bewahrt haben. Der angeblich so überraschende Schluss war für mich schon lange vorhersehbar, auch so fehlt es für mich dem Buch vor allem an der Spannung, die meine Aufmerksamkeit aufrecht erhält.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber sie basieren auf der Lektüre von Gaarders anderen Werken, wie z.B. "Maya oder das Wunder des Lebens" oder "Vita Brevis", ganz abgesehen natürlich von "Sophies Welt". Der Autor ergeht sich in endlosen populärwissenschaftlichen Exkursen über die Entstehung der Welt und des Lebens, denen er dann ebenso langwierige Aspekte des Glaubens gegenüberstellt - eine grundsätzlich interessante Diskussion, der es aber für mich persönlich an Aussagekraft fehlt. Aber vielleicht ist es genau das, was dieses Buch sagen will: egal, wie viele Argumente jemand vorbringt, letztendlich hat niemand recht und niemand unrecht.

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