Die Entdeckung des Salai

Florenz 1508: Salai, Adoptivsohn und Gehilfe von Leonardo da Vinci, wird in Florenz festgenommen. Er war im Auftrag Leonardos nach Rom gereist, um dort einen sonderbaren Atlas zu finden, in dem erstmals von Amerika die Rede ist. Auf der Suche kam er einem Komplott auf die Spur, das die Wahrheit über die Entdeckung verschleiert. Zurück in Florenz wartet allerdings der Kerker auf ihn. Ob er den Notarius von seiner Unschuld überzeugen kann?

Meine Gedanken zum Buch: 

Seine Ausführungen über sein ausschweifendes Liebesleben und wie gut er den verschiedenen Damen "den Dienst besorgen" kann, hätte er ruhig kürzer fassen können. Ansonsten ist es ganz nett zu erfahren, wie undurchsichtig damals vieles gelaufen ist und wie die einfachen Menschen und auch die  Gelehrten damit umgegangen sind.
Dem Vorwort zufolge liegen dem ja historische Dokumente zugrunde, weshalb ein völlig neues Licht auf die Gestalt des Leonardo da Vinci fällt! In Italien soll schon der Vorgängerroman deshalb nicht besonders gut angekommen sein...

Der Brief, an seinen Ziehvater Ser Leonardo da Vinci gerichtet, lautet folgendermaßen:
Mein geliebter Ziehvater, verwünschen könnt ich Euch, dass Ihr mich nach Rom geschickt, um dieses verfluchte Buch über Kosmografie zu besorgen für Eure Disputazionen mit dem Benci und dem Vespucci, weil wegen Euch und Euren Freunden bin ich in ein Schlamassel von der ganz grässlichen Sorte geraten... Ihr habt ja keine Ahnung, was hier in Rom für ein Durcheinander herrscht wegen deer neuen großen Entdeckungen, von denen die Teutschen ein so großes Tamtam machen. Aber das ist eine hochgeheime Sache, die ich Euch jetzt nicht erklären kann, denn wegen dieser Entdeckungen wird es bald vielleicht einen Mordsärger geben.
Euer getreuer
Salai

Seitenangabe für Zitat1: 
16
Verlag: 
Rowohlt Verlags GmbH
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978 3 463 40523 0