Der letzte Werwolf (Kindle Edition)

Er ist der letzte seiner Art; seit Jahrhunderten wurden Werwölfe von einer internationalen Organisation gejagt und getötet.

Jake Marlowe ist müde und gelangweilt von einem Leben, welches bestimmt wird von seinem Instinkt, einmal im Monat bei Vollmond Menschen zu töten und zu essen. Nach 167 Jahren hat er sich entschieden, sich den Jägern zu stellen und so seinem Leben ein Ende zu machen.

Aber es gibt Fraktionen, die ihn lebend wollen ...

Meine Gedanken zum Buch: 

Dies hier sind seine Memoiren, in denen er detailliert beschreibt, wie er seine Opfer auswählt, wie er sie zur Strecke bringt (nichts für schwache Nerven), was er dabei empfindet und wie sehr er das alles genießt.
 
Er ist keine netter Typ - ganz im Gegenteil - und trotzdem habe ich irgendwann in der Mitte des Buches angefangen, für ihn zu hoffen und ihn sogar zu mögen.
 
Das Buch ist spannend geschrieben, mit unerwarteten Wendungen bis hin zum überraschenden Showdown.

Verlag: 
Canongate Books
Auflage: 
Kindle Edition (7. April 2011)
ISBN: 
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1847679447 /ASIN: B004SP1UA2

Kommentare

Werwölfe - Vampire - Sakrileg
warum haben eigentlich diese Phantasy Bücher ein solche Nachfrage ?

Kurz und gut Werwölfe gibt es nicht - aber schon im Gilgamesch Epos kommen Mensch - Tier Verwandlungen vor
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Ältestes schriftliches Zeugnis ist das Gilgamesch-Epos, in dem die Göttin Ištar einen Schäfer in einen Wolf verwandelt (Tafel 6, Vers 58–61).
Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Werwolf#Kurze_Zusammenfassung
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Was ist eigentlich das faszinierende an solchen Geschichten die nicht wahr sein KÖNNEN ?

Du schreibst .....habe ich irgendwann in der Mitte des Buches angefangen, für ihn zu hoffen und ihn sogar zu mögen., Du hast dich also mit einer reinen Phantasie-Gestalt identifiziert ?

Mein Problem - was fasziniert die Menschen solche völlig unlogischen Dingen zu tun und warum in der heutigen Welt immer mehr ???

Stargate ist ja immerhin noch denkbar - aber Werwölfe ??

Schönes Gruseln noch

rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

... haben mich immer schon begeistert; angefangen mit Märchen, die auch erfunden sind, wenn sie auch einen realen Hintergrund haben oder eine bestimmte Aussage treffen sollen, bin ich mittlerweile Fantasyfan - ich weiss ja, dass die Charaktere, Wesen und Welten nicht real sind; ich denke, es geht hier nicht in erster Linie um Logik oder Wahrheit, sondern um die Geschichte, um die Charaktere (welcher Gattung auch immer) und deren Beziehungen zueinander. Dazu gehören eben auch Werwölfe und Vampire. (Märchen haben ihre Faszination für mich noch nicht verloren - ich lese sie noch immer ...)
 
Ich weiss, ganz zufriedenstellend ist dieser Erklärungsversuch auch nicht - ich habe im realen Leben (fast) nur mit logischen Prozessen zu tun; da sind diese Art von Büchern ein guter Ausgleich, um wieder "runterzukommen".
 
Um auf dieses Buch zurückzukommen: es ist ja nicht so, dass ich mich tatsächlich mit dem Werwolf identifiziert habe; ich habe unerwartet Sympathien für ihn entwickelt; habe nachvollziehen können, warum er so geworden ist, was ihn dazu treibt, all die schrecklichen Dinge zu tun - aber immer von einer Art Beobachterposition und nicht in der Rolle selbst. Es könnte genausogut eine Geschichte über einen Serienmörder sein, der einem grausamen Tötungsritual folgt.
 
 
ps: danke für den Link - ich habe schon lange vor, mir einmal das Gilgamesh-Epos vorzunehmen Wink