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Der grosse Durst

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Verfasst von white bookreader ant am Sa, 25/04/2009 - 17:30
Inhaltsangabe

Der Vater ein Superman? Ein Slapstickstar? Ein Westernheld? Wenn der Vater meist alles andere als er selbst ist, kann ihn der Sohn umso leichter so gestalten, wie er ihn in seinen Lieblingsfilmen zu sehen glaubt. Schliesslich hat ein Neunjähriger noch wenig Ahnung davon, was ein Alkoholiker ist. Und seine Familie setzt alles daran, dass das so bleibt. Wenigstens vorerst.

„Der grosse Durst“ ist die Geschichte eines folgenreichen Missverständnisses. Ein Sohn erzählt von seinem etwas anderen Verhältnis zum alkoholkranken Vater. Seine manchmal irritierend wohlwollende Sicht auf eine hoffnungslose Verfallsgeschichte nimmt oft grotesk-komische Züge an. Sein Optimismus aber ist unerschütterlich. Er kann nicht anders, als die Exzesse seines Vaters als sorgfältig geplante Kapitel einer noch geheimen Erfolgsgeschichte zu verstehen. Wie sonst sollen es die beiden je zu einem Happy End bringen?

Der Autor
Dominik Bernet, 1969 in Basel geboren, schreibt Drehbücher für Kino und Fernsehen. Sein Roman-Erstling „Marmorera“
wurde zum Bestseller und kam in der Verfilmung von Markus Fischer in die Schweizer Kinos. Bernet wurde mit Förderpreisen ausgezeichnet, zuletzt von der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich und vom Fachausschuss Literatur BS/BL für seinen zweiten Roman „Der grosse Durst“. Bernet lebt in Zürich.

Zitate

Vater war ein Ausserirdischer. Nicht irgendeiner, sondern
ein naher Verwandter des berühmten Mannes mit dem roten
S auf der gewölbten Brust. Die berechtigte Frage, weshalb
mein Vater aus Stahl seinen Rutsch durch den Müllschacht
mit Schrammen im Gesicht und blutigen Handknöcheln abschloss,
schien mir vorerst zweitrangig. Ich war neun. Alles,
was zählte, war die wundervolle Entdeckung, dass Vater
vom selben Planeten stammte wie Superman. Unter den
Ausserirdischen gehörte er zweifellos zu den Gewinnern.

Seitenangabe für Zitat1:
7

Ettore hatte es einfach einfacher, bei ihm war alles offensichtlich
und selbstverständlich: ein schmieriger Vater, ein
rotes Auto, basta. So simpel und überzeugend wie Spaghetti bolognese. Bei mir war immer alles kompliziert.

Seitenangabe für Zitat2:
15

Dieses Privileg lernte ich allmählich schätzen. Die andern
lasen ihren Comic, ich lebte in einem.

Seitenangabe für Zitat3:
21
Quellenangaben
Verlag:
Cosmos
Erscheinungsjahr:
2009
Auflage:
Erstauflage
ISBN:
978-3-305-00421-8
Meine Gedanken zum Buch:

Sehr einfühlsames Buch, das sich aus völlig neuem Blickwinkel, dem altäglichen Problem des Alkohlismus widmet.
 
Das ist grosse Erzählkunst.
Bernet kann alles, was spannendes Schreiben ausmacht. Alles ist stimmig,  seine Schreibe ist  humorvoll und genau.
 

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