Der ewige Gärtner (Audiobook)

Der_ewige_G__rtner.jpgIn einer atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente macht sich der britische Diplomat Justin Quayle auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau - und gerät dabei mörderischen Machenschaften eines skrupellosen Pharmakonzerns auf die Spur.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ganz ehrlich gesagt fand ich das Buch relativ langweilig. Natürlich ist die Thematik interessant - Pharmakonzerne, die die Menschen in der Dritten Welt als Versuchskaninchen benützen, um sich dann einmal mehr an ihnen zu bereichern. Aber irgendwie komme ich mit dem schleppenden Erzählstil Le Carrés nicht zurecht, und auch seine Charaktere sind mir zu blass und zu wenig greifbar. Von einer "atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente", wie in der Kurzbeschreibung angekündigt, habe ich wenig bemerkt - anstatt der Atemlosigkeit hat mich wohl öfter ein Gähnen übermannt.
 
Mein erster Le Carré, von dem ich mir so viel erwartet hatte - wahrscheinlich auch mein letzter. Einziges echtes Plus: die Stimme von Rufus Beck!

Verlag: 
RH Audio Editionen
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3866045668

Kommentare

Original gelesen und muss dir Recht geben. Vor allem der Schluss ist eigentlich keiner, die Gesamthandlung lässt aber wohl keinen anderen zu ohne unrealistisch zu wirken.
Es gibt da auch einen Film dazu: Der ist meiner Meinung nach besser als der Buchtext. Da werden sämtliche langwierigen Beschreibungen und Handlungsaufbauten wesentlich beschleunigt und es baut sich tatsächlich ordentlich Spannung auf.
 

hab ich auch gesehen, fand ihn aber auch ziemlich fad, trotz der gerafften Handlung. Einziges Plus sind die Aufnahmen von Land und Leuten, die das Ganze etwas lebendiger erscheinen lassen als das Buch.

Hallo
zugegeben das Buch ist nicht das Beste was John le Carré geschrieben hat, das mag auch daher kommen, das die Welt der Pharmakonzerne nicht unbedingt seine Welt sind - das Sujet ist ihm fremd und wird da in alter Größe perfekt, wo es um das Spiel der Dienste und der Agenten geht.
Nur zu sagen das es langweilig ist halte ich - ich lese es gerade wieder - für falsch, seine Charktere sind stimmig und durchgezeichnet meist halt englische Oberschicht "stiff upper lipps" wie könnte es anders sein - gut gezeichnet und getroffen.
Sein eigentliches Metier sind sicher die Geheimdienste und ihre Verstrickungen !
ABER zu schreiben
<<[Im Film....] ...da werden sämtliche langwierigen Beschreibungen und Handlungsaufbauten wesentlich beschleunigt und es baut sich tatsächlich ordentlich Spannung auf>>
hat mich denn doch etwas amüsiert, also Literatur muß schnelle Abfolgen liefern und darf keine Hintergründe mehr schildern ?? Am besten nur noch US-Action-Thriller ?, Dann empfehle ich als Krimiliteratur am Besten Jerry Cotton , 
kurz, knapp und immer erfolgreich ROFL
rotbart
 
Es gibt keine schlechten Bücher - es gibt nur unfähige Autoren

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Diese Bemerkung amüsiert mich meinerseits. Frei nach "es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung"?
Einfach die Reihenfolge von Ursache und Wirkung beachten. Dann gibt es wirklich schlechte Bücher - mitunter auch  von unfähigen Autoren - und falsche Kleidung ebenfalls - von unfähigen Freiluftfanatikern Wink

Zitat-----------
Einfach die Reihenfolge von Ursache und Wirkung beachten. Dann gibt es wirklich schlechte Bücher - mitunter auch  von unfähigen Autoren
Zitatende-------------
*gg* nett aber falsch */gg*

Nicht weit genug gedacht - ein Buch  kann nicht (an sich) schlecht sein, denn SCHLECHT ist eine moralische Bewertung einer Tat oder einer Philosophie und damit vor allem vom persönlichen Standpunkt abhängig. der nur für diese eine Person gelten kann.

Noch ein Zitat :
Ein Standpunkt ist ein Gesichtskreis vom Radius NULL !!
Ein Buch könnte schlecht gebunden, schlecht gedruckt (im Sinne von fehlerhaft) sein, aber kein Buch kann schlecht in der Aussage sein - ein Buch kann keine Aussage haben es ist ein totes Stück Papier/Pappe das die Aussage des Autors aufbewahrt ! Damit kann höchsten die Aussage des Autors mit diesem Prädikat belegt werden.
Da aber auch dies philosophisch höchst streitig ist, kann man eigentlich nur feststellen dass der Autor unfähig ist, seine Intension (vermutete) auszudrücken.
Nachdenken ist besser als Schnellschüsse Lol
Rotbart
 
Es gibt keine schlechten Bücher - es gibt nur unfähige Autoren

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Literatur muss für mich keineswegs immer nur schnelle Abfolgen liefern, ich lese mir Vorliebe "langsame" Literatur. ABER ich fand dieses Buch schlicht und ergreifend fad und seine Charaktere ebenfalls. Und das ist nicht "falsch", sondern eine subjektive Meinung. Und genau darum geht es in diesem Forum. Ich nehme an, Sie haben genügend Jerry Cotton gelesen, um seine Qualitäten zu beurteilen, was bei mir leider nicht der Fall ist, aber ich werde Ihren Tipp gerne beherzigen, wenn mir wieder einmal nach flotter Unterhaltungsliteratur ist.