Der Zauberberg

Aus dem ursprünglich geplanten dreiwöchigen Aufenthalt im Sanatorium werden sieben Jahre in denen Hans Castorp einen langen Reifeprozess durchläuft. Völlig abgeschieden von der "echten" Welt lebt Castorp in einer internationalen Gesellschaft, gebildet aus Personen, die teilweise im Unterschied zu ihm, der nur seinen Vetter Joachim Ziemßen besuchen vorgehabt hatte, tatsächlich zur Heilung der tückischen Lungenkrankheit Tuberkulose im Sanatorium verweilen, teils aber wie Castorp ebenfalls nur die Exotik der Situation und die Möglichkeit Gleichgesinnte zu treffen nützen.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist der unerwartete „Donnerschlag“, woraufhin die internationale Patientenschaft in ihre Herkunftsländer zurück kehrt, darunter auch Hans Castorp selbst. Dessen überstürzte Rückreise führt ihn jedoch in eine vollkommen veränderte – entbürgerlichte – Welt, in der er sich nur als freiwilliger Frontsoldat im Krieg zurechtzufinden weiss.

Meine Gedanken zum Buch: 

Hans Castorp ist ein Antiheld. Im Mittelpunkt stehen die Weltanschauungen knapp vor dem ersten Weltkrieg, kein Thema wird ein oft sehr ausgedehnten Diskussionen ausgelassen.
Keine Literatur zur Unterhaltung.

Lebewohl, Hans Castorp, des Lebens treuherziges Sorgenkind! Deine Geschichte ist aus. Zu Ende haben wir sie erzählt; sie war weder kurzweilig noch langweilig, es war eine hermetische Geschichte. Wir haben sie erzählt um ihrentwillen, nicht deinethalben, denn zu warst simpel....

Seitenangabe für Zitat1: 
984
Verlag: 
Fischer Verlag, Berlin
Auflage: 
neu durchgesehene Auflage 1997
ISBN: 
3-10-0483300-6