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Der Kuss des Blutes

Bild von Michaela Wrumec
Verfasst von green bookreader Michaela Wrumec am So, 30/05/2010 - 17:56
Inhaltsangabe

Ein dunkler Fluch macht die Halbdämonin Shay zur Sklavin. Zähneknirschend muss sie es über sich ergehen lassen, an den Meistbietenden versteigert zu werden. Der glückliche Käufer: Viper, das Oberhaupt eines jahrhundertealten Vampirclans. Doch jemand ... etwas... folgt Shay, als sie mit ihrem neuen Herrn den Sklavenmarkt verlässt... etwas Böses, das nicht bereit ist, sie kampflos ziehen zu lassen. Denn Shays Blut birgt besondere Kräfte...

Zitate

Sie bewegten sich lautlos durch die Finsternis. Nun ja, Viper bewegte sich lautlos. Shay war nicht mit dem gleichen Sehvermögen wie er gesegnet und stolperte daher ein halbes Dutzend Mal, bevor sie am Fuß der Treppe angekommen waren.

Seitenangabe für Zitat1:
233

Viper nahm Shays Süße tief in sich auf, aber zumindest besaß er genügend Verstand, um sie nicht mit seinen Fangzähnen zu ritzen. Er war so sehr erfüllt von physischer Lust, dass er sich nicht sicher war, was passieren würde, wenn noch Blutdurst hinzukäme. Möglicherweise käme es bei ihm zu einer spontanen Selbstentzündung.

Seitenangabe für Zitat2:
242

Viper kniff die Augen zusammen. Ihm gefiel die Richtung nicht, die dieses Gespräch einschlug. Vielleicht fürchtete er sie sogar.
"Was willst du damit andeuten?", verlangte er zögernd zu wissen.
Dante wagte es zu lächeln. "Ich deute nichts an, Viper. Ich weise dich geradeheraus darauf hin, dass du jedes Symptom eines Vampirs zeigst, der seine wahre Gefährtin gefunden hat."
Da. Er hatte gewusst, dass ihm Dantes Worte nicht gefallen würden, und sie gefallen ihm tatsächlich nicht. Warum zum Teufel glaubten Freunde stets, dass sie Themen anschneiden konnten, die ein kluger Vampir nie anschneiden würde? Er wandte sich um, um nach einem der unzähligen Regale zu greifen. Sein ganzer Körper war starr vor Ärger.
"Meine Beziehung zu Shay geht dich nichts an."
"Wenn du mit etwas werfen willst, wünschte ich, du entschiedest dich für diese scheußliche Vase auf dem Schreibtisch. Die Bücher sind unersetzlich."

Seitenangabe für Zitat3:
288
Quellenangaben
Verlag:
Diana Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Erscheinungsjahr:
2010
Auflage:
Deutsche Erstausgabe
ISBN:
ISBN 978-3-453-35434-0
Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch wurde mir geschenkt. Nur widerwillig begann ich damit, weil ich eigentlich keine Fantasy-Bücher mag. (Vampire wie z.B. Edward sind doch keine Fantasy...) In diesem Buch liest man von Vampiren, einer Shalott, Gargylen, Trollen, Kobolden, Höllenhunden. Das war mir anfangs wirklich zuviel. Wenn man sich dann erst in die Geschichte eingelesen hat und von den Dämonen absieht, wird man wirklich gut unterhalten. Zwischendurch sehr witzig, manchmal prickelnd erotisch und sehr kurzweilig liest sich die Geschichte dahin...
 

 

Das einzige, was ich kritisieren möchte, sind die viiieeelen Wiederholungen. Shay leckt sich so oft mit der Zunge über die trockenen Lippen, dass man ihr wirklich schon einen Lippenpflegestift empfehlen möchte. Außerdem sind die Lieblingswörter der Autorin (oder der Übersetzerin?) "enervierend" und "verdammt". Vor allem "verdammt" kommt teilweise bis zu 3 Mal pro Seite vor:
 

Seite 270: Verdammt. Er war ein Dummkopf. Ein völlig übergeschnappter Dummkopf.
Seite 270: Es dauerte nur wenige Augenblicke, um zu entdecken, dass sie an beiden Orten nicht zu finden war. Verdammt.
Seite 271: "Verdammt sollst du sein, Viper", fauchte sie.
Seite 272: Und tatsächlich wurde ihr klar, dass sie sich danach sehnte, sich an ihn zu lehnen, als würde alles besser werden, wenn sie in seinen Armen lag. Verdammt.

 
Aber wenn man darüber hinwegsieht, dass so vieles enervierend oder verdammt ist, ist es wirklich ein verdammt gutes Buch. Jetzt verwende ich es selbst schon. Verdammt.
 
 

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