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Der Junge im gestreiften Pyjama

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 02/04/2009 - 12:36
Inhaltsangabe

Der_Junge_im_gest.gifBerlin 1942: Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, werden gerade all seine Habseligkeiten in Kisten verpackt. Sein Vater wurde befördert und die Familie muss umziehen, an einen weit entfernten Ort, wo es niemanden gibt, mit dem er spielen kann. Ein hoher Zaun trennt ihn dort von seltsamen Menschen in gestreiften Anzügen in der Ferne. Aber Bruno beschließt, dass es mehr an diesem verlassenen Ort geben muss, als es den Anschein hat. Er trifft auf einen Jungen, dessen Lebensumstände ganz anders sind als die seinen. Die beiden Jungen freunden sich an - und das hat Folgen...

Zitate

"Wer sind die vielen Leute dort draußen?" sagt er schließlich.
Vater neigte  den Kopf nach links, die Frage schien ihn leich zu verwirren. "Soldaten, Bruno. Und Sekretäre, Mitarbeiter. Du hast sie natürlich alle schon gesehen."
"Nein, nicht die", sagte Bruno. "Die Leute, die ich von meinem Fenster aus sehe. Die in den Baracken, in der Ferne. Sie sind alle gleich angezogen."
"Ach die" sagte Vater. Er nickte und lächelte leicht. "Das... na ja, das sind eigentlich gar keine Menschen, Bruno".

Seitenangabe für Zitat1:
69

Bruno verabschiedet sich von seinem Vater:
Er drückte die beiden Füße aneinander und stieß den rechten Arm in die Luft vor ihm, knallte die beiden Hacken zusammen und sagte so tief und deutlich er konnte - wobei er versuchte, möglichst wie sein Vater zu klingen - die Worte die er immer sagte, wenn er sich von  einem Soldaten verabschiedete.
"Heil Hitler" sagte er, was, wie er annahm eine andere Möglichkeit war zu sagen: Na dann, auf  Wiedersehen und einen schönen Nachmittag.

Seitenangabe für Zitat2:
70

"Und ich habe deinen Namen noch nie gehört" sagte Bruno. "Schmuel" Er überlegte. "Schmuel" wiederholte er. "Klingt schön, wenn man es ausspricht. Wie wenn der Wind weht."

Seitenangabe für Zitat3:
136
Quellenangaben
Verlag:
Fischer Verlage GmbH
Erscheinungsjahr:
2007
Auflage:
II Auflage Nov. 2008
ISBN:
ISBN 978-3-596-85228-4
Meine Gedanken zum Buch:

In vielen Läden wir dieses Buch als Jugendbuch gehandelt - ein Fehler wie ich finde - es ist viel mehr und ich würde es auch jedem Erwachsenen empfehlen.
Der Leser wird Zeuge einer außergewöhnlichen Freundschaft. Mit einer kindlichen Leichtigkeit und Unschuld - die mich trozt dieses tragischen Themas öfters schmunzeln ließt - wird hier erzählt. Ich las voller Anspannung, war gerührt, schockiert, nachdenklich, aufgewühlt... der Schluss kam wie ein Schlag und am Ende blieb ein Gedanke:
Würden wir doch nur öfter das Kind in uns sprechen und handeln lassen!!!

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Bild von tedesca

Liebe Claudia, wenn Du noch

Liebe Claudia, wenn Du noch mehr zu diesem Thema in ähnlichem Stil (nehme ich an) lesen möchtest, dann kann ich Dir nur "Roman eines Schicksallosen" von Imre Kertész empfehlen - ich hab dazu die Buchpatenschaft übernommen. Diese naiv-kindliche Sichtweise hat mich auch bei Kertész so schwer beeindruckt, der noch dazu autobiografisch geschrieben hat.

Bild von Claudia Maralik

Danke Germana für deinen

Danke Germana für deinen TIP, ich werd ihn zu gegebener Zeit berücksichtigen, momentan stecke ich gedanklich noch in jeder Zeile dies Buches fest.

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