Der Brautkimono

Rei Shimura, Halbjapanerin und Hobbydetektivin, sorgt auch in ihrem fünften Fall für Spannung: Spontan sagt sie zu, für eine große Austellung den Transport wertvoller Japanalia nach Washington zu begeliten. Unter den Exponaten ein besonders kostbarer Brautkimono aus dem 19. Jahrhundert. Prompt verschwindet das edle Teil und die Reisebekanntschaft Hana wird wenig später tot aufgefunden.

Meine Gedanken zum Buch: 

Der fünfte Teil der Reihe spielt großteils in den USA, was ich schade finde, weil ich gerade die Schilderungen des Lebens in Japan immer so interessant gefunden habe. Andererseits lernt man eine Menge über Kimono (z.B., dass man auch in der Mehrzahl Kimono ohne S am Schluss sagt) und darüber, wie sich junge Japanerinnen vor der Hochzeit verhalten. Exzessive Shoppingtrips in die USA und Sex mit Fremden gehören auf jeden Fall dazu. Einmal mehr ist die Geschichte charmant und amüsant, die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht, auch wenn sie einen nicht zum Nägelkauen bringt, und ich würde diesen Teil allen Fans von Rei auf jeden Fall empfehlen.

"Sie haben gerade erst beschlossen zu heiraten?" "Nein, schon bei unserem dritten Treffen. Unsere Ehe ist Omiai, aber das haben Sie sich sicher schon gedacht." Das hieß so viel wie "arrangiert". In Japan gibt es viele Liebesheiraten, aber auch von Eltern oder professionellen Heiratsvermittlern arrangierte Ehen sind noch immer sehr verbreitet. Ich begriff das nicht ganz. "Sie wirken so modern", sagte ich mit einem Blick auf ihr Make-up. "Es überrascht mich, daß Sie mit einem Omiai einverstanden waren." "In meiner Firma langweile ich mich. Die Ehe wird mir die Freiheit geben zu tun und zu lassen, was ich will, wenn Yoshi nicht gerade ißt oder schläft".

Seitenangabe für Zitat1: 
51

"Miss Shimura? Sie sind doch tot!" rief er entgeistert.
"Was soll das heißen?". Sofort mußte ich an die Szene an der Spanischen Treppe denken, an den Mann, der dort auf mich gewartet hatte. Woher wußte Brian davon?
"Die Leute von der Polizei haben gesagt, sie hätten Sie gefunden".
"Wo?" fragte ich verwirrt.
"Draußen beim Nation's-Mall-Einkaufszentrum. Sie haben sich nach Ihnen erkundigt, weil eine japanische Dame mit zwei Keycards unseres Hotels und einem Paß auf den Namen Rei Shimura tot aufgefunden wurde."

Seitenangabe für Zitat2: 
194
Verlag: 
Piper
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3492246873