Delikatessen

In der französischen Kleinstadt Saint-Denis häufen sich die Ereignisse. Für den örtlichen Polizeichef Bruno Courrèges ist eindeutig zu viel los: Ein spanisch-französisches Gipfeltreffen ruft die Separatistenbewegung ETA auf den Plan, eine Gänsefarm wird von Tierschutzaktivisten attackiert, und dann ist da auch noch die archäologische Ausgrabungsstätte, deren deutscher Forschungsleiter nach einem prähistorischen menschen sucht. Das Skelett, das dann auch gefunden wird, ist allerdings längst nicht so alt wie erhofft... Bruno braucht starke Nerven, um all diese Fäden zusammenzuführen!

Meine Gedanken zum Buch: 

Sympatisch geschrieben, der Polizist ein typischer, schrulliger Franzose (soweit ich das beurteilen kann). Er liebt die gute Küche und allem voran foie gras - Gänseleberpastete! Er liebt seine Frauen, wenn die Beziehung nicht zu eng wird. Er liebt die Ruhe und Ordnung in seinem kleinen Städtchen, wobei er öfter mal lieber als Freund vermittelt, bevor er als Polizist in Aktion tritt. Ein durchaus intelligent geschriebener Krimi, mit vielen geschichtlichen Details zur ETA und der Baskenproblematik und einer so liebevollen Beschreibung der französischen Lebensart, dass ich am liebsten gleich nach Zentralfrankreich aufbrechen würde!

Zitate: 

"Was gibt's zu essen?"
"Zum Auftakt eine soupe de poisson, danach einen navarin d'agneau mit frischen Frühlingsgemüse und danach noch Feldsalat mit Käse. Ist schon alles vorbereitet, ich muss nur noch die rouille machen. Unterhalten wir uns in der Küche weiter?"

Seite 369
Verlag: 
diogenes
Erscheinungsjahr: 
2012
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-257-06819-1