Das Mädchen seiner Träume

Das_M__dchen_seiner_Tr__ume_0.gif Ein Mädchen treibt tot im Canale Grande und wird von niemenden vermisst. Brunetti aber geht die Elfjährige bis in die Träume nach. Aus einem venezianischen Palazzo kommt sie nicht, wohl aber aus einer Wagenburg auf dem Festland...

Meine Gedanken zum Buch: 

Warum lese ich "Brunetti"? Wegen Spannung?-NEIN
Wegen einem sprachlich tollen Schreibstil? -NEIN
Die Antwort ist viel einfacher: Es ist die perfekte Kombination aus einem unheimlich sympatischen Commisario und dem Schauplatz seiner Arbeit, die diese Krimie-Serie für mich so lesenswert macht. Da ich selbst großer Venedigfan bin, gibt`s für mich nichts Schöneres als mit dem Commisario gemeinsam durch die Gassen zu streifen, ich kann die Schauplätze vor meinem geistigen Auge sehen, bin permanent am Überlegen ob ich über die eine oder andere Brücke auch schon mal spaziert bin und wenn dann immer auch noch ein  Mord passiert, den es aufzukären gilt... was will man mehr.
Somit hat auch Brunetti`s 17. Fall wieder einen Ehrenplatz bei mir bekommen.

Ein Pulk Touristen kam die Kirchenstufen herunter und umzingelte ihn kurz, bevor der Kultursog sie Richtung Schiffahrtsmuseum und Arsenal davontrug. Brunetti, der inmitten der wogenden Menge in eine Flaute geraten war, schaukelte noch ein paar Sekunden in ihrem Kielwasser und setzte dann seinen Weg zur Basilika fort.

Seitenangabe für Zitat1: 
53

Da es bereits nach elf war, hätte er sich auch schon un`ombra genehmigen können, doch wenn er nachher in den Palazzo der Schwiegereltern kam, wollte er lieber nach Kaffee als nach Wein riechen.

Seitenangabe für Zitat2: 
54
Verlag: 
Diogenes Verlag Zürich AG
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978 3 257 06695 I

Kommentare

ich hab die ersten sechs gelesen, da war mir der letzte schon zu langweilig, dann hab ich mit der Reihe aufgehört und bin einige Zeit später auf Camilleri gestoßen. Über den können wir gern reden Smile

Spannend sind sie nicht, da muss ich dir Recht geben. Aber indem ich komplett vernarrt in diese Stadt bin, hat diese Krimi-Serie für mich einfach einen ganz besonderen Reiz.
Gibt für mich nichts Schöneres als in einem Cafe gleich neben der Rialtobrücke zu sitzen, eine leckern Espresso macciato zu schlüfen und ein paar Zeilen zu lesen. Na und wenn`s dann zufällig auch noch grad ein "Brunetti" ist..... Zufriedenheit pur!!!!!!!

aber mir sind die Geschichten irgendwann zu langweilig geworden, ich hatte immer das Gefühl, sie würde irgendein Thema an den Haaren herbeiziehen, nur um über Vendig schreiben zu können, und sowas kann ich dann nicht mehr lesen.
Ich liebe ja die heisse Schokolade im Café Florian - hmmm! Im November, wenn es draussen so richtig feuchtkalt ist und kaum Leute am Markusplatz unterwegs sind, das ist meine Lieblingszeit in Venedig. Und bei Aqua Alta auch gern in Gummistiefeln Smile

den Commisario Brunetti sehr gerne .Ich habe sie alle gelesen. Frag mich nicht warum ich in diesem Forum noch nie einen Donna Leon -Roman vorgestellt habe, ich weiß es selber nicht. Aber du hast nun doch einen Fan gefunden.
Ich freue mich, dass wieder einmal andere Kommentare geschrieben werden, außer die vom Schafskrimi, das sind eigentlich keine Kommentare mehr  zum Buch.
denkt Paula

den Commisario Brunetti sehr gerne .Ich habe sie alle gelesen. Frag mich nicht warum ich in diesem Forum noch nie einen Donna Leon -Roman vorgestellt habe, ich weiß es selber nicht. Aber du hast nun doch einen Fan gefunden.
Ich freue mich, dass wieder einmal andere Kommentare geschrieben werden, außer die vom Schafskrimi, das sind eigentlich keine Kommentare mehr  zum Buch.
denkt Paula

Muss gestehen, dass ich Venedig zu dieser Jahreszeit noch nie besucht hab, aber die Stadt hat sicher auch im Novmber ihren ganz eigenen Reiz.
Mich persönlich stört der Rummel nicht, ich find ihn irgendwie sogar ein bisschen beruhigend. Es ist, als stünde ich als Zuschauer auf einer riesigen Theaterbühne. Könnt stundenlang am Canale Grande sitzten und das Treiben auf Wasser und Brücken beobachten, mir würd nie langweilig werden...

Zum Glück sind die Menschen verschieden Smile Ich halt im Sommer den Gestank nicht aus und das lange Anstellen, wenn man sich irgendetwas anschauen will. Die Drängerei auf den Vaporettos vertrage ich auch nicht gut. Im November hast Du einfach nur Deine Ruhe, wobei die Stadt ja nicht ausgestorben ist. Du siehst die Einheimischen und ein paar Touristen, es gibt also immer noch genug zum Schauen.
Was ich im November gern mag, ist das Licht, das zu dieser Jahreszeit sehr dem entspricht, wofür die venezianische Malerei ja berühmt geworden ist, nämlich dieses Diffuse, fast Undurchdringliche. Natürlich nur, wenn die Sonne scheint Smile
 

Klingt ja sehr geheimnisvoll - wäre eine Überlegung wert - ich glaube, da könnte ich wieder viele neuen Eindrücke sammeln (ich spühr schon, wie das Fernweh in mir zu brodeln beginnt)!!

Dann vergiss aber die Gummistiefel und das Regenmanterl nicht, es kann nämlich auch ganz schön ungemütlich sein um diese Zeit!

Dem Himmel sei Dank Paule, ich dachte schon ich wär tatsächlich allein auf weiter Flur!!!!!
Hab alle Romane dieser Reihe gelesen und war von jedem aufs Neue begeistert. "Das Mädchen seiner Träume" schneidet bei den allgemeinen Kritiken zwar teils nicht so gut ab. Als Begründung wird oft genannt, dass der eigentlich "Mordfall"(+Aufklärung) erst ein wenig später im Buch eintritt. Mich persönlich hat`s nicht gestört, denn das ganze DrumHerum (dass für für mich die  Brunetti-Serie ausmacht) ist auf jeden Fall auch wieder dabei. Das Gesamtbild passt, würd ich mal sagen Lol
Mehr werd ich jetzt aber nicht verraten, vielleicht hast du ja mal Lust ihn selbst zu lesen.
LG Claudia

ich habe DEN Tipp für Euch! Gerade bin ich mit "Schnee in Venedig" von Nicolas Remin fertiggeworden - Commissarion Tron ist quasi ein Vorgänger Eures Brunetti, er ermittelt nämlich schon 1860 in dieser schönen Stadt, und unter den feinen Damen und Herren der Gesellschaft befindet sich auch die östereichische Kaiserin - natürlich Inkognito am Maskenball. Venedig pur, Ihr werdet die Geschichte und den verarmten Conte lieben! Und noch eine gute Nachricht: die Serie hat noch drei Bände, von denen ich mir so einiges erwarte und erhoffe. Die Hörbücher sind bereits bestellt, und in diesem Fall sind sie ein echter Gewinn, weil Karl Menrad wirklich hervorragend liest.
Liebe Grüße,
Germana