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Weltliteratur at it´s best !
Hallo
Tolstoi, Dostojewski und jetzt Hesse - wow - was kommt als nächstes ?
Er fürchtet um den Fortbestand der Idealprovinz Kastalien, zweifelt an deren Sinnhaftigkeit und verspürt immer stärkere Sehnsucht nach einem "normalen" Leben.
oder erkannte er nur, dass die Bildung in der Aussenwelt immer geringer wurde und Gier und Habsucht Kriege auslösen würden und vielleicht wollte er ja nur versuchen, die Ideale nach aussen zu übertragen ?
Mit Hilfe eines ehemaligen Mitschülers gelingt ihm die Flucht. Zur Überbrückung soll er für den Sohn des Freundes als Hauslehrer fungieren, doch schon nach wenigen Tagen in Freiheit ereilt ihn das Schicksal.
FLUCHT ? Er hat um Erlaubnis gebeten und als er sie nicht bekam hat er sein Recht auf eine Reise in die Aussenwelt ausgeübt ! Durch die Veränderungen glaubte er versuchen zu müssen, beide Pole der Welt zusammenzuführen.
Ob er es geschafft hätte und ob er wirklich nie wieder zurück zum Orden gegangen wäre, bleibt in den Tiefen des Gebirgssee begraben.
War das nicht der Maßstab des Magister Ludi ?
Wir sollen nicht aus der Vita activa in die Vita contemplativa fliehen, noch umgekehrt, sondern zwischen beiden wechselnd unterwegs sein, in beiden zu Hause sein", sagt Josef Knecht
Rotbart
Hallo Rotbart!
Dass hat er wohl erkannt, dass es in der Welt "draußen" um die Moral nicht so gut bestellt ist, und ich verstehe auch in diesen kriegsgeschüttelten Zeiten seine Sehnsucht nach einem besseren "Modell". Mir hat aber die Form, wie er das mit diesem Kastalien gelöst hat, nicht gefallen. Ist mir einfach zu weltfremd vorgekommen und hätte wohl auch nicht funktioniert.
Ich sehe die Vorgehensweise des Josef Knecht doch als Flucht. Sicher hat er gefragt, aber mit einem positiven Bescheid wird er wohl von vorne herein nicht gerechnet haben. Und außerdem hatte ich während des Lesens immer das Gefühl, dass er befürchet, sein (jetzt sag ich halt mal) "Weggang" aus dem Orden könnte nicht gelingen. Ganz im Reinen war er sich mit seinem Gewissen meiner Meinung nach nicht.Ich denke schon, dass er ein anderes Leben kennenlernen wollte, in dem er seinem theoretischen Maßstab vielleicht nicht immer treu bleiben hätte können. Ein beschütztes Leben in Kastalien und der harte Überlebenskampf sind auch für einen Magister Ludi zwei paar Schuhe.
Was als nächstes kommt, weiß ich noch nicht, Rotbart. Ich habe einen riesigen Stapel ungelesener Bücher (buntgemischt) und daraus wähle ich nach dem Zufallsprinzip. Aber "Krieg und Frieden" und "Die Elenden" lachen mich schon lange an. Ich denke, dass ich dem Zufall deshalb ein wenig nachhelfen muss, aber erst vor dem nächsten Urlaub.
Und zu schon Gelesenem von Hesse könnte ich noch meinen Senf dazugeben. Muss ich aber erst schauen, ob diese Bücher schon eingestellt sind.
Gruß, Sylli