Das Buch von der Riviera

Das_Buch_von_der_Riviera.jpgMit den Geschwistern Mann an die eleganteste Küste der Welt Sie waren jung, verwöhnt und berühmt. Als Klaus und Erika Mann einen Reiseführer über die Riviera schrieben, war ihnen öffentliches Interesse sicher. Mit sichtlichem Vergnügen berichten sie aus dem abenteuerlichen Marseille, dem mondänen Cannes und natürlich aus Monte Carlo. Das Ziel der beiden: Mit möglichst wenig Geld möglichst aufwendig leben, ein Vorhaben, das im Frankreich des Jahres 1931 scheinbar mühelos umsetzbar war Mit den zeitgenössischen Originalillustrationen Illustrationen von Henri Matisse u.a.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das ist ein Buch, das man unbedingt vor Ort lesen muss, damit man den vollen Genuss daraus ziehen kann. Vieles, das die Manns beschreiben, gibt es noch, vieles hat sich verändert. Aber der Zauber der Riviera ist immer noch derselbe, den das Geschwisterpaar beschreibt. Egal, ob es um die Natur geht, um das mondäne Leben in den Casinos oder das Einkaufen in sündhaftteuren Geschäften, nichts davon hat seinen Glanz verloren, und es macht Spaß, das Jetzt mit dem Damals zu vergleichen.
Mit Witz und einer Spur Ironie beschreiben die beiden vor allem auch die Menschen, jede Menge Prominente vor allem, die sie wohl alle auch persönlich gekannt haben.
Leider hab ich das Buch verborgt und somit nicht mehr vor mir, um korrekt zitieren zu können, aber sehr nett fand ich diese Formulierung: "Hier können Sie das Geld ausgeben, das sich nicht mehr haben wollen" Smile

Verlag: 
rororo
Auflage: 
Neuausgabe
ISBN: 
ISBN-13: 978-3499236679

Kommentare

Auf der Webseite in der sich die hier gebrachte Produktbeschreibung findet http://www.buecher.de/shop/europa/das-buch-von-der-riviera/mann-erika-mann-klaus/products_products/detail/prod_id/12335281/
findet sich auch eine Kritik der Frankfurter Allgemeinen vom 5.11.2001, die denn doch recht negativ ist, ich empfehle sie zu lesen
hier ein Ausschnitt :
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Anders als "Rundherum", die locker zusammengetragene Schilderung ihrer Weltreise, zwängt dieses Buch Erika und Klaus in das Korsett des Reiseführerduktus. Das Verspielt-Skurrile des eigenen Stils tritt etwas zurück hinter einer Auflistung von Aussichtspunkten, Hotelpreisen, Genrebildern der Kasinos und Häfen, Promi-Klatsch und mildem Spott über die Geschäftstüchtigkeit der Einheimischen. Kritische Töne zu Kriegsfilmen und den marschierenden "Schwarzhemden" im italienischen Teil der Küste deuten an, daß die unpolitische Lebensweise der Geschwister bald politischem Engagement weichen wird. Und auch die legendäre Epoche der Riviera verlegten schon die Autoren in "Urgroßvatis Zeiten" und seufzten: "Die Luft von Alltagsferne und phantastischen Ferien ist weg."
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und die Situation hat sich komplett geändert, der Massentourismus hat die Cote voll im Griff, das Casino in Monaco wurde um eine Automatenspielhölle erweitert und die Publikumssäle strahlen den Muff von löchrigen Persern aus.
St. Tropez spricht in der Saison alle Sprachen nur nicht Französisch, die Halbinsel Antibes ist fast komplett abgesperrt und Burger und "Würstl con Krauti" gibt es überall allerdings mind. doppelt so teuer wie in Wanne-Eikel oder sonst wo.
Damit die Touris durchkommen wurde Asphalt ohne Ende ausgegossen insbesondere in Monaco , der Charme der noch in den 70igern von der Region ausging ist komplett dem Kommerz gewichen und zum Einkaufen würde ich lieber nach Zürich fahren.

Das Buch mag als naja-literarische Erinnerung ok sein, aber sonst auch nichts.

rotbart

Es gibt keine schlechten Bücher -
es gibt nur unfähige Autoren

Klappentext. Handgetippt inkl. Tippfehler.
 
Vielleicht solltest Du mehr lesen und weniger Zeit damit verbringen, hier die Polizei zu spielen, das interessiert nämlich niemanden. Es geht um eigene Meinungen, und bevor Du unsere Kurzbeschreibungen zu falschen Texten verlinkst, lies diese bitte bis zum Schluss!
 
Vor allem aber sollte man die Bücher gelesen haben, die man hier kommentiert bzw. ausstalliert, auf Zeitungsmeinungen legen wir keinen Wert, daür bräuchten wir das Forum nicht. Und ja, ich verwende bewusst das Wort "wir", weil es einige hier gibt, die meiner Meinung sind.
 
Was die Cote d'Azur angeht, tut mir jeder leid, der dieser schönen Landschaft und dem Charme der Menschen und Ortschaften nichts abgewinnen kann, aber dazu benötigt man wohl eine positive Lebenseinstellung....
 
Im übrigen ist Choucroute ein elsässisches Gericht. Da wir im Elsass auch Bouillabaisse gegessen haben, sehe ich da kein Problem, die französische Küche in ihrere Gesamtheit anzubieten.