Bitterer Tee

Zwei Menschen, die sich finden und sich wieder verlieren - ein Roman um die Liebe, die manchmal bitter schmeckt, und eine lyrisch beschwingte Reise durch die gegensätzlichen Welten Chinas: Frauen mit gebundenen Füßen, Rotgardisten und brennende Transparente, vergessene Pagoden in einem Wald aus Wolkenkratzern.

Meine Gedanken zum Buch: 

Seelenverwandtschaft und Wiedergeburt, ewige Liebe und ewiges Leid stehen im Mittelpunkt von vier Geschichten, die allesamt auf ihre Art ein trauriges Ende nehmen, denn ein Happy End gibt es bei Shan Sa nicht. Ein Beamter, der seine große Liebe zugunsten seiner Karriere verleugnet, Bruder und Schwester, die erst im Abschied ihre Bedeutung füreinander erkennen, die gewaltsame Trennung eines Paares durch die Grausamkeiten der Kulturrevolution und ein mystischer Traum - über viele Jahrhunderte immer wieder die selben Themen: Glück und Trauer, Idealismus und Verlust. Mit ihrer typisch chinesischen Poesie und einem großen Maß an Distanz erzählt die Autorin die chinesische Geschichte anhand ihrer Menschen, die sich auch über Jahrtausende nicht verändern, sondern immer die selben Ziele verfolgen.

Chong Yang sah die Szene seines Abschieds von Lü Yi vor sich: Er zog sie sachte unter den älteren der beiden Bäume; sie schworen, sich zu Beginn eines nächsten Lebens wiederzutreffen, vereint wie Bruder und Schwester.

Seitenangabe für Zitat1: 
54

Unter den purpurroten Wolken meditierten die Bäume über Flüchtigkeit und Ewigkeit.

Seitenangabe für Zitat2: 
131
Verlag: 
Piper
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3492271059