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Bevor ich schlafen kann

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 02/12/2010 - 10:27
Inhaltsangabe

Bevor_ich_schlafen_kann.gifJosefine Bartok, genannt Josi, ist Psychiaterin in Wien mit einem nüchternen Blick auf die menschliche Seele. Sie hat eine Krebsoperation hinter sich, und ihr Mann Tomas bekennt sich nach zwanzig Jahren Ehe zu seiner Homosexualität. Das Unglück muss man ernst nehmen, findet Josi, so ernst wie Don Quijote die Windmühlen. Tatsächlich hat Josi mit diesem Helden viel gemeinsam. Sie erfindet sich nach der Trennung neu, beschließt, nur mehr Anzüge zu tragen, verliebt sich in Griechenland in Max und schließt Freundschaft mit Paula, einem zwölfjährigen Mädchen. Ein Roman über eine ungewöhnliche Frau, die nach und nach beginnt, neue Formen des Glücks für sich zu entdecken.

Zitate

Psychiater glauben ebenso wenig an die Seele wie Theologen an Gott.

Seitenangabe für Zitat1:
12

Du bist ihm am nächsten, und er war immer ein Fremder bei dir.

Seitenangabe für Zitat2:
170

Engel werden nicht krank. Und wenn doch, dann sagt man, es ist etwas Besonderes.

Seitenangabe für Zitat3:
175
Quellenangaben
Verlag:
Deuticke
Erscheinungsjahr:
2010
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
978-3-552-06142-2
Meine Gedanken zum Buch:

Zur Person Monika Helfer ist im Vorfeld anzumerken, dass sie mit dem österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier verheiratet ist. Durch einen tragischen Unfall kam ihre gemeinsame Tochter Paula vor einigen Jahrn ums Leben.
Mit "Idylle mit ertrikendem Hund" hat Köhlmeier einen sehr intensiven Roman geschrieben, mit dem er auch den Tod seiner Tochter ein Stück zu verarbeiten versucht. So ist es nicht verwunderlich, dass M. Helfer in ihrem Roman diesem Mädchen auch eine Rolle zu Teil werden lässt.
 
Josi, die Hauptfigur, ist ein Frau mit vielen Seiten. Sie wirkt auf mich stark... zielstrebig, aber dann doch wieder unsicher, unnahbar, verletzlich.... In ihrem Leben sind ihr viele Dinge widerfahren. Ein jedes für sich eine einschneidende und prägende Erfahrung, als Gesamtes wirkt es auf mich aber etwas zu unrealistisch. Helfers Schreibstil kommt leider auch nicht so richtig an mich heran, wie ich es mir erwartet hätte.
Was für mich allerdings sehr interessant ist, ist Paula`s Rolle in diesem Buch. Für mich tritt sie mit der Zeit sogar immer mehr in den Vordergrund.
M. Helfer zeigt uns ein lebensfrohes, aufgewecktes, junges Mädchen und ich glaube, dass all das keine erfundenen Eigenschaften sind, sondern sie zeigt damit dem Leser eine Paula, so wie sie wirklich war.
Und ich frage mich auch, ob man durch Josi und ihren Blick auf dieses Mädchen nicht die eine oder andere Verbindung zu Monika Helfer selbst  ziehen kann.

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Bild von Claudia Maralik

Meine absoluten

Meine absoluten Lieblingszitate in diesem Bauch: Seite 201
 
" Ich sehe sicher auch zufrieden aus. Verliebt ist man vielleicht noch nicht. Oder doch? Etwas Ähnliches wird es schon sein. Was, das wird sich erst bei der Trennung zu erkennen  geben. "
 
Zitat Seite11:
Der Wortschatz der Harmlosigkeit besteht aus leeren Hülsen. Dahinter ließ sich viel verbergen....
 

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