Beerholms Vorstellung

Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald erfüllt er Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht: Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders. Daniel Kehlmanns erstes Buch.

Meine Gedanken zum Buch: 

Wo ist die Grenze zischen Mathematik und Magie. Gibt es da überhaupt eine Grenze oder gar keine/eine Verbindung? Führ Kehlmann liegt das sonnenklar auf der Hand. Diese Grenze gilt es zu überschreiten. Wann glaubt ein Magier an seine eigenen Tricks? Was geschieht über die Automatik hinaus, auf einmal selbständig? Reicht der Wunsch aus, sich etwas zu erfüllen? Ist das dann gefährlich? Kann ein Mensch das alles packen? Ja, aber Beerholm geht seinen eigenen Weg. Die Perspektiven, suggerierte Gesprächspartner (auf der Suche nach dem idealen Partner), Vergleiche zu Merlin, den sein Traumfräulein umbrachte (oder war es doch nur in Merlins Gedanken an sie?), Parallelen zu Beerholm, dem Star dieses Buchs. Man will es bis zum Ende nicht wahrhaben. Unausweichlich geschieht es.

Sehr viele Blicke, die sich auf einen Punkt konzentrieren, kann man tatsächlich fühlen.

Seitenangabe für Zitat1: 
44

Es gibt geringere Ursachen für Alpträume als die Entdeckung, daß im Herz der Mathematik der Keim des Wahnsinns liegt.

Seitenangabe für Zitat2: 
58

Nur Idioten wagen die Behauptung, sie verstünden einen Menschen.

Seitenangabe für Zitat3: 
113
Verlag: 
rororo
Auflage: 
Lizenzausgabe Verlag Paul Zsolnay, 1997
ISBN: 
9783499245497

Kommentare

Kehlmann schreibt sich in Höchstform, ich habe gestern schon sehr gelacht. Zitat S. 123: "Reggeweg", sagte er und verbeugte sich. Einen Moment lang wollte ich um Hilfe rufen, dann verstand ich. Er war nicht verrückt, es war sein Name.