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Ayla und der Clan des Bären

Bild von Alpensalamander
Verfasst von  Alpensalamander am Fr, 25/11/2011 - 22:51
Inhaltsangabe

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Ayla lebt vor 30.000 Jahren in einer Zeit, in der Schnee und Eis weite Teile des europäischen Kontinents bedecken. Als während eines Erdbebens Aylas Stamm vernichtet wird, irrt sie ziellos umher und überlebt nur knapp den Angriff eines Höhlenlöwen. Völlig entkräftet wird sie vom Clan des Bären gefunden und aufgenommen. In Iza, der Heilerin des Clans, und deren Bruder Creb, einem mächtigen Medizinmann, findet Ayla neue Eltern. Bald schon ergeben sich Konflikte durch Aylas Andersartigkeit. Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre seltsame Art, durch Laute zu kommunizieren, befremden die Clan-Mitglieder. Bald lernt Ayla, auf die "richtige" Art zu sprechen - in der Gebärdensprache.
Viele Verhaltensregeln und Tabus, die den Frauen des Bärenclans auferlegt sind, bereiten der selbstbewussten Ayla auch weiterhin Probleme. Mit Feuereifer stürzt sich Ayla in ihre Ausbildung zur Medizinfrau, denn darin sieht sie ihre einzige Chance, in Zukunft vom Clan akzeptiert zu werden. Doch ihr unabhängiges Wesen lässt sich nicht unterdrücken. So sehr sie sich auch müht, sie bleibt eine Außenseiterin in einer ihr fremden Kultur.

Quellenangaben
Verlag:
Wilhelm Heyne Verlag
Erscheinungsjahr:
2002
Auflage:
5. Auflage
ISBN:
978-3-453-21525-2
Meine Gedanken zum Buch:

Da ich sehr gerne historische Romane lese, habe ich es gewagt, einen zeitlich sehr großen Schritt in die Vergangenheit zu machen. Ich war fasziniert von der Idee der Autorin, einen Roman über diese doch sehr weit zurückliegende, unbekannte Epoche zu schreiben, noch dazu, wenn sich die Menschen damals ja noch nicht einmal mit gesprochenen Worten verständigt haben, sondern mit Lauten und Gebärden. Ayla, das Mädchen eines Cro-Magnon-Stammes verliert im frühen Kindesalter bei einem Erdbeben seine Eltern und die gesamten Stammesangehörigen und wird zufällig vom "Clan des Bären" - einem Neandertalerstamm - aufgelesen und von deren Medizinfrau aufgezogen. Aufgrund der Andersartigkeit von Ayla (aufrechter Gang, groß, hohe Stirn, andere Haar- und Augenfarbe, höhere Intelligenz...) wird sie von den Neandertalern als Missgeburt bezeichnet. Man bekommt durch diesen Roman einen Einblick, wie die Steinzeitmenschen gelebt haben, sich ernährt haben, sich verständigt haben, woran sie geglaubt haben, welche Stellenwerte Mann und Frau zu dieser Zeit hatten etc. Ayla stößt hier als Frau durch ihre neugierige, selbstbewusste Art eher nur auf Unverständnis. Die Geschichte ist meines Erachtens gut recherchiert und man hat schon den Eindruck, dass sich die Autorin eingehend damit beschäftigt hat (sie hat zB an Urzeit-Überlebenstrainings teilgenommen), soweit eine tatsachengetreue Darstellung aus dieser Epoche natürlich überhaupt möglich ist. Ich fand den Roman an sich ganz gut, aber dennoch war er sehr zäh für mich zu lesen, da die Beschreibungen manchmal zu langatmig waren. Das ging sogar so weit, dass ich fast so etwas wie Erleichterung verspürte, als ich auf der letzten Seite angekommen war. Den zweiten Teil habe ich mir aber trotzdem gleich zugelegt.

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