Arraia

In ihrem Debüt erzählt Anne Zielke in klassisch strenger Form die Geschichte zweier junger Männer auf Reisen. Begeistert brechen sie auf. Doch bald geht es um mehr als ein Mädchen und die Frage nach dem richtigen Leben.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein Abenteuerroman der sprachlich interessanten Art - fast ein wenig altbacken. War das wahrscheinlich die eigene geistige Vorgabe der Autorin? Ein wenig Karl May, Joseph Conrad gewürzt mit zarter Theologie oder besser christliche Ideologie. Das ist das zentrale Thema, die Kasteiung auf der einen Seite und die Lebenslust auf der anderen. Durch die Verletzung des Lebenslustigen dreht die Einstellung komplett und endet allzu vorhersehbar. Na ja, durch die geringe Länge des Werks ist es durchaus als Zwischenlesebuch geeignet. Ein richtiger Fan Zielkes bin ich allerdings nicht geworden, trotz der sprachlichen Blumigkeiten. Vielleicht etwas zu dick aufgetragen, wo mehr Herz gefragt gewesen wäre. Man könnte auch sagen, dass das Buch noch 100 Seiten vertragen hätte, um Nebendarsteller etwas länger als nur durch einen Satz zu zeichnen.

Die Gegenwart war kein flüchtiger, sie war ein ewiger Zustand.

Seitenangabe für Zitat1: 
9

Die Kraft, den Schmerz zu ertragen, kam aus dem Wissen, daß er endlich war.

Seitenangabe für Zitat2: 
82

Speichel rann aus Santins Mundwinkel, und vorn an der Hose hatte sich ein feuchter Fleck ausgebreitet.

Seitenangabe für Zitat3: 
84
Verlag: 
blumenbar
Auflage: 
1.
ISBN: 
3936738114