Architektur einer Liebe

Über die große Liebe in der Mitte des Lebens Zwischen Sankt Petersburg, Philadelphia, Paris und Wien - der Erfolg scheint Toria Montis ständiger Begleiter zu sein, gewandt und polyglott, weiß sich die fünfzigjährige Architektin aus Paris jederzeit in bestem Licht zu präsentieren. Mit dem Neubau des Mariinskij-Theaters in Sankt Petersburg steht ihr eine neue Herausforderung bevor. Bei einem Besuch in der Eremitage begegnet sie einem Mann, mit dem sie nur einen Blick, keine Worte wechselt - doch eine bislang ungekannte Sehnsucht ist geweckt, nach Nähe, Vertrautheit, Intimität.

Meine Gedanken zum Buch: 

Zwei Menschen die fest im Leben stehen.... erfolgreich, zielstrebig, erfahren, gefestigt..... und dann ein Blick, ein Moment der alles verändert.... Evelyn Schlag schreibt in einem Stil, der für mich anfangs recht ungewohnt war. Es hat ein bisschen gedauert bis ich mich mit diesem Buch vertraut machen konnte. Man beginnt zu lesen, lernt die beiden Charaktere und ihr Umfeld näher kennen, macht sich mit ihnen verraut und DANN ihr gemeinsamens Zusammentreffen. Der Moment wo alles andere unwichtig wird, wo alles verschwimmt und nur dieser eine Blick die beiden beherrscht.... Ein so wichtiger Augenblick und doch so schnell wieder vorbei.... und dann wieder nichts. Man hat schon beinahe das Gefühl die beiden aus den Augen zu verlieren.... eine halbe Ewigkeit vergeht, bis zum erneuten Zusammentreffen.   Schade nur,  dass uns die Autorin so lange auf diese Zweisamkeit hat warten lassen.... schreibt sie doch so kraftvoll und leidenschaftlich über dieses neue Glück, das Verlangen und die Zuneigung der beiden füreinander .... ich wurde regelrecht durch die Zeilen getrieben, so mitreißend lasen sich diese Seiten... und dann wieder nichts....   Nachbetrachtet ein ziemliches Auf und Ab. Teils hatte ich sogar das Gefühl, dass die Liebe der beiden nur zweitrangig ist und dann der Schluss... zum Haare ausraufen.... zumindest halt für mich. Ist das überhaupt ein Schluss...??? Wieder eins dieser Bücher die ich nach dem letzten Satz zur Seite lege, grüble und denke: "Ma, das gibt`s ja nicht...."

Sie lehnte sich wieder zurück. Er spürte jeden Zentimeter ihrer Bewegung, ließt die Enge zu und riskierte es, als unaufmerksam zu erscheinen.

Seitenangabe für Zitat1: 
181

Er küsste sie um nichts sagen zu müssen.
Sie küsste sein Schweigen und seine versteckten Gedanken....

Seitenangabe für Zitat2: 
198
Verlag: 
Deutscher Taschenbuchverlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-423-13784-3

Kommentare

Dafür hättest Du aber dazuschreiben müssen, dass Du Dir gerade beim Kaffeetrinken einen Fingernagel abgerissen hast, lieber Reini Smile