Apropos, Bd.11, Yma Sumac

In den fünfziger Jahren erlangt sie als Stimmwunder Weltruhm. Dazu trägt auch ihre Herkunft bei: Yma Sumac gibt an, direkte Nachfahrin des letzten Inka-Königs zu sein. Demnach ist sie 1927 in den peruanischen Anden geboren und singt mit acht Jahren im Inka-Tempel ihres Heimatdorfes. Mit dreizehn Jahren wird sie von Moisés Vivanco, ihrem späteren Ehemann und Komponisten entedeckt, der sie nach Lima bringt, wo ihre Karriere beginnt. Ob als Sonnenjungfrau oder als Inka-Prinzessin, sie singt tiefer als Louis Armstrong und höher als Erna Sack. 1946 geht Yma Sumac in die USA. Bei einem Konzert in der "Hollywood Bowl" gelingt der Sängerin 1950 der Durchbruch. Ihre Platte "Voice of the Xtabay" wird zum Bestseller. Konzerttourneen durch die UdSSR, Asien und Europa machen sie zum Weltstar. Nachdem es eine Zeitlang still um die Diva geworden war, tritt sie in den achtziger Jahren wieder verstärkt in Erscheinung und gewinnt noch einmal eine ganz neue Anhängerschaft.

Meine Gedanken zum Buch: 

Mit ungefähr 14 Jahren habe ich Yma Sumac das erste Mal singen gehört und bin seither fasziniert von dieser unglaublichen Stimme. Als einzige bekannte Sängerin verfügt sie über einen Stimmumfang von 4,5 Oktaven! Das kann man sich garnicht vorstellen, wenn man sie nicht gehört hat. Endlich habe ich eine Biografie gefunden und konnte mehr über diese faszinierende Frau erfahren, die allein durch ihr Aussehen und ihren Stil ein junges Mädchen zum Träumen gebracht hat. Leider habe ich ihre Filme bisher nicht auf DVD auftreiben können, aber ihre Musik gibt es auf CD, und "Mambo" wurde sogar schon mehrmals in unserem TV in Werbespots gebracht. "Voice of the Xtabay" ist ebenfalls verfügbar und meiner Meinung nach ihre beste Platte.   Eine faszinierende Lebensgeschichte, ganz passabel zum Teil in Interviewform beschrieben - für Musikinteressierte durchaus lesenswert.

Ich hatte viele große Opernsängerinnen gesehen, aber sie machten bei den hohen Noten ein ganz furchtbares Gesicht. Sie rissen den Mund beim Singen so auf, dass er aussah, wie ein riesiger Tunnel. Man sah die Zunge zittern und das fand ich schrecklich. So wollte ich beim Singen nicht aussehen. Also begann ich mich selbst zu unterrichten und zu trainieren. Sie werden sehen, wenn ich auf der Bühne bin und die hohen Töne treffe, dann bleibt mein Mund zwar nicht geschlossen, aber ich öffne ihn wunderschön.

Seitenangabe für Zitat1: 
24

Ja, ja, ich bin eine sehr geheimnisvolle Frau. man sieht Yma Sumac nicht oft auf der Straße, nicht weil sie geheimnisvoll sein möchte, sondern weil sie gerne zu Hause ist.

Seitenangabe für Zitat2: 
31

Erfolg dauert nur vierundzwanzig Stunden. Morgen kommt ein neuer Tag, und vielleicht will dich niemand mehr haben. Das sind die Realitäten des Lebens.

Seitenangabe für Zitat3: 
47
Verlag: 
Neue Kritik
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3801503345

Kommentare

Das was du über diese Sängerin geschrieben hast, hat mein Interesse erweckt. Kannst du sagen, in welchem Stil sie singt? Singt sie Opern oder Traditionelles oder Jazz oder ...?

denn Yma Sumac hat ihren ganz eigenen Stil. Damals wurde er als folkloristisch peruanisch empfunden, aber für uns stimmt das heute nicht mehr, da wir darunter ja eher Panflötenmusik verstehen würden, und davon ist sie weit entfernt.
Ihre Musik hat natürlich viele peruanische Komponenten, und sie ist sehr dramatisch, sehr rhythmisch, sehr mystisch - wie sie auch zu einem 50er-Jahre Film passt, der von einer Inka-Prinzessin handelt (in so einem Film hat sie einmal mitgespielt). Und das unglaubliche ist einfach diese Stimme, die von einem tiefen Grollen (wie ein Jaguar) in unglaubliche Höhen (die Urwaldvögel) trillern kann.
Sie hat auch diverse Opernarien gesungen, darunter natürlich auch die berühmte Arie der Königin der Nacht, aber davon habe ich noch keine Aufnahme gehört.
Schau Dir doch bei Amazon mal die CDs an, da kann man bei manchen auch kurz reinhören, vielleicht bekommst Du dann eine Idee.