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April in Paris

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am So, 23/12/2007 - 20:49
Inhaltsangabe

aprilinparis_0.jpgFrühjahr 1943 im besetzten Paris: Der junge deutsche Gefreite Roth glaubt sich aus den Wirren der Zeit heraushalten zu können. Tagsüber arbeitet er als Dolmetscher für die deutsche Geheimpolizei, abends flaniert er heimlich in Zivilkleidern durch die geliebte Stadt. Auf einem dieser Streifzüge lernt er Chantal kennen, die Tochter eines französischen Buchhändlers. Er ahnt nicht, daß diese geheimnisvolle junge Frau ...

Zitate

"Warum bist du noch in der Stadt? " fragte ich.
"Ich fahre morgen."
Verloren, zweifelnd, glücklich stand ich am Rande des Bordsteins.

Seitenangabe für Zitat1:
132

Wir brachen auf. Die Herren machten sich auf die übliche Lokalroute durch die Seine-Bezirke. Die Invasionsgerüchte waren Gesprächsthema, doch alles in einem Ton, als werde das Ereignis im Sandkasten stattfinden. Vierte Panzer nach West, Nachschubwege sichern, Luftabwehr entlang der Marne-Linie... In der Theorie schien der Fall gelöst.

Seitenangabe für Zitat2:
139

Zwei Arme rissen mich hoch, Fäuste bearbeiteten meine Nieren, die Rippen. Ich keuchte, man ließ mich los. Von selbst kam ich auf die Beine. Glaubte zuerst, daß die Schläge mich munter gemacht hätten.

Seitenangabe für Zitat3:
178
Quellenangaben
Verlag:
Luchterhand
Erscheinungsjahr:
2006
Auflage:
1. Auflage
ISBN:
9783630872216
Meine Gedanken zum Buch:

Das ist Wallners Durchbruchs-Werk. Sehr brutal, zwar nichts gegen Tokio, aber doch sehr hart. Man fühlt sich in Paris und auf der Flucht. Wallners reißenstes Buch.
Absolute Empfehlung

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Bild von Michael Hausmann

Atemlos,

mitreissend, spannend.
Das Buch ist der ganz normale Wahnsinn. Erschütternd.
Was man so alles erlebt, wenn man sich bedingungslos selber treu ist. Dieses Thema scheint Wallners Spezialität zu sein.

Bild von Reinhard E. Karner

Job versus privat

beidem möchte der Protagonist perfekt gerecht werden.
die Kriegs-Umstände führen zum Extremwert.
Sehr skurril habe ich diese Flucht in Erinnerung.
schreibt Reinhard

Bild von Gabi Konrad

An Michael und Reinhard

Ich finde nicht, dass er sich selbst treu bleibt, er nimmt sich von der deutschen und französischen Seite das, was er gerade braucht. Das gibt er selbst auch zu. Er sympathisiert mit den Franzosen, nimmt aber trotzdem nicht Stellung gegen die Deutschen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte ihn deshalb nicht verurteilen. Ich finde diese Einstellung sehr menschlich, auf jeden Fall menschlicher als jene, die Bewohner eines anderen Staates als Feind zu betrachten.
 

Bild von tedesca

Danke

für diesen tollen Buchtipp, ich habe es in einem verschlungen, und mir erging es ähnlich wie Gabi, ich hätte fast meine Schnellbahnstation verpasst.
 
Alleine die Schilderungen von Paris sind so lebensnah, man sieht die Straßen, die Cafés geradezu vor sich. Und natürlich diese unglaubliche Liebesgeschichte, die Grausamkeit und letztendlich der Schluss, den wir ja nicht verraten wollen - ein wahres Meisterwerk der Fiktion, das mich fast so berührt hat wie die wahre Geschichte der Marianne Golz.

Bild von Reinhard E. Karner

Und wie die Bombe platzt -

das ist doch ein zentraler Punkt.
Freut mich, dass es dir gefallen hat, tedesca.
schreibt Reinhard XING

Bild von Gabi Konrad

Heute

in der Früh im Zug. Ich beginne dieses Buch und schaue nach geraumer Zeit aus dem Fenster um festzustellen, dass ich bereits aussteigen muss...
 
...das passierte mir noch mit keinem einzigen Buch.
 
Ich war in Paris, in einer anderen Zeit. War mit dem Gefreiten Roth in den Straßen und Gassen unterwegs auf der Suche nach Chantal. Durch die Ich-Erzählung wirklich fesselnd.
 
Die einzige Sorge, die ich noch habe, ist der Hinweis von Reinhard, dass das Buch brutal sei. Ich werd' ja sehen.

Bild von Reinhard E. Karner

Die Handlung dreht dann noch wunderbar

Weitere Zeit-Vergessens-Momente kommen auf dich zu.
Freu mich schon, wenn du durch bist.
 
Ich lese es übrigens gerade noch einmal.
schreibt Reinhard

Bild von Gabi Konrad

Der Schluss

wird hier natürlich nicht verraten, aber es tut sich dann doch einiges. Trauriges und Wunderbares.
lg

Bild von Reinhard E. Karner

Beim 2. mal geht es wirklich noch tiefer

bei diesem Buch vergisst man seine Umwelt, Geräusche und auch die Zeit
oh, wie wunderbar
schreibt Reinhard

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