An einem Mittwoch im September

Das ungleiche Paar Bernhard und Edvard löst eine Lawine der Emotionen aus, als es seine Beziehung besiegelt und Edvard seinem Geliebten einen goldenen Ring an den Finger steckt. Sie haben den gesamten Freundeskreis dazu eingeladen: Nicht nur Bernhards Familie, sondern auch einen bisexuellen Stricher und den leicht gealterten Grand-Seigneur, der für seine Lover zum Abschied immer einen Gugelhupf bäckt. Sie alle sind aufs engste miteinander verwoben und sehen sich nun vor eine neue Situation gestellt ... Eine abenteuerliche Verwicklungsgeschichte aus der Feder des Erfolgsautors Stephan Niederwieser. >>Ein magisches Buch über die Kraft, der sich am Ende kein Mensch entziehen kann: Liebe.<<

Meine Gedanken zum Buch: 

Wieder ein Buch aus der Feder von Stephan Niederwieser. Auf 330 Seiten hat er wieder einen tollen Roman geschaffen; noch nie fand ich einen Roman spannend. Der Roman hat mich von sEite zu Seite immer mehr gefesselt und jetzt verspüre ich ein Glücksgefühl und denke, mah schön. Wirklich empfehlenswert, die etwas über 2. Weltkrieg und Homosexualität suchen. Die Romanfiguren waren einfach grandios.

"Dass mir das noch nicht aufgefallen ist", sagte eine der beiden älteren Damen am Nachbartisch. "Endlich mal ein Cafe für uns", bestättigte die andere. "Und schön, dass so viele junge Männer hierherkommen." "Und so gepflegt", rühmte die erste wieder. Kim und Raimondo schmunzelten sich an.

Seitenangabe für Zitat1: 
51

Bernhard hielt den Atem an. Die Frage trag ihn so direkt, er konnte ihr nicht ausweichen. Aber was sollte er antworten? Von der diffusen Angst erzählen, die ihn von Anbeginn gequält hatte, von der Scham, homosexuell zu sein, von diesem Gefühl, etwas Schmutziges zu tun? Sie würde ihn fragen, ob er ihr nicht vertraute, aber das hatte mit Vertrauen nichts zu tun. Es war mehr wie ein Gesetz, oder wie die Schwerkraft. Es war müßig, sich darüber zu unterhalten. Man musste es einfach akzeptieren.
Sie fuhr ihm liebevoll durchs Haar. "Trage keine Geheimnisse mit dir herum, mein Junge. Glaub mir, sie werden schwerer und schwerer, und irgendwann drücken sie dir die Luft ab."

Seitenangabe für Zitat2: 
186

"Solange du nur isst, um deinen Magen zu füllen", begann Raimondo eine weitere seiner Ideen, "wirst du immer hungrig bleiben. Solange du nur kochst, weil du sonst Angst hast, zu verhungern, bist du maximal ein Gehilfe. Solange dir das Essen nicht mehr bringt als das Gefühl der Sättigung, biust du nur ein Banause. Erst wenn du dich von den feinen Noten der Gerichte fortragen lässt, erst wenn du schon beim Einkauf an den Körper denkst, der das Essen in sich aufnehmen wird, erst wenn du dir bewusst wirst, dass jeder Bissen zu einem Teil deiner persönlichen Geschichte wird, dann weißt du, was Genießen wirklich bedeutet."

Seitenangabe für Zitat3: 
281
Verlag: 
Piper Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
10: 3-492-24218-9