Amokspiel

Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tot ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird si zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makarbres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören...

Meine Gedanken zum Buch: 

Anfang und Mittelteil sind gut und spannend. Nur beim Beginn vom Endteil ist es teilweise sehr mühsam.  Wenn ich nicht schon "Die Therapie" gekannt hätte, hätte ich höchstwahrscheinlich aufgeben. Es ist teilweise verwirrend und man hat das Gefühl, Fitzek hatte mehrer Ideen zum Ende. Leider vermischte er all diese anstatt eine zu verwenden und diese auszubauen. Dadurch kamen Szenen zustande wie zum Beispiel: Ein Charakter wundert sich (im Gendanken), dass plötzlich ein Pilot erschossen wurde und sieht sich nach dem fraglichen Mörder um. Nur ein paar Seiten später, war es genau dieser Charakter der gezielt den tödlichen Schluss abgefeuert hatte. Das weieterlesen hat sich jedoch ausgezahtl. Das Ende ist u.a. sehr emotional und lässt sicher dem einen oder anderen eine Träne über die Wange laufen. Bevor man jedoch dieses Buch liest, würde ich empehlen "Die Therapie" zuerst zu lesen. Somit kann man sich nämlich vom Können des Autors Sebastin Fitzek überzeugen.

"Hallo Berlin. Es ist 07.35 Uhr. Und sie hören gerade Ihren größten Albtraum."

Seitenangabe für Zitat1: 
49

"Ich habe den schlimmsten Fehler begangen, den eine Verhandlerin machen kann." Ira suchte nach den richtigen Worten und fand sie nicht. Es gab nichts, was das Kommende weniger hässlich klingen ließ. "Ich habe damals die falschen Fragen gestellt. Und ich habe nicht richtig zugehört."

Seitenangabe für Zitat2: 
235

Das letzte, was sie spürte, war die Injektionsnadel in Ihrem Hals und das kurz darauf einsetzende Taubheitsgefühle. Es fühlt sich an wie die örtliche Betäubung beim Zahnarzt, nur dass diese sich jetzt auf den gesamten Körper erstreckte. Dann wurde alles schwarz.

Seitenangabe für Zitat3: 
274
Verlag: 
Droemerschen Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. KG, München
Auflage: 
Taschenbuchausgabe
ISBN: 
978-3-426-63718-0

Kommentare

Wieder liest Simon Jäger und verleiht mit seiner tollen Stimme den Figuren noch einmal mehr Profil. Dabei hätten sie das garnicht nötig, jeder Charakter ist schlüssig und lebendig beschrieben.
Die Handlung ist dadurch besonders spannend und interessant, weil sie aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und mehrere Fäden letztendlich vereint. Die lebensmüde Ira und der scheinbar gnadenlose Geiselnehmer Jan erzählen ihre Geschichte, ganz Berlin hört zu. Dabei geht geht es um Leben und Tod - bis zum Schluss bleiben Fragen offen, bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten.
Das Ende ist mir etwas zu gefällig, Träne ist mir dabei leider keine gekommen, dafür war es mir nach all den vorangegangenen Dramen zu schmalzig.
Ich fand "Amokspiel" eigentlich besser als "Die Therapie", weil es komplexer und nicht so vorhersehbar war, auch die Charaktere waren besser beschrieben, die Handlung viel dichter. Auf jeden Fall ist es ein spannender Thriller, den man auf jeden Fall empfehlen kann.