Am Meer ist es wärmer. Eine Liebesgeschichte

Ein Fischerdorf, zwei Bahnstunden von Tokio entfernt: Manazuru. Jenes Wort schrieb Keis Ehemann in sein Tagebuch, bevor er spurlos verschwand. Warum hat er sie verlassen, und wohin ist er gegangen? Keis Liebe zu ihrem Mann ist immer noch grenzenlos, und so versucht sie, dem Rätsel seines Verschwindens auf die Spur zu kommen. Eine geheimnisvolle Unbekannte scheint mehr als sie selbst zu wissen.

Meine Gedanken zum Buch: 

Kei begibt sich auf die Suche nach ihrem Mann Rei, der vor 13 Jahren einfach verschwunden ist. Begleitet wird sie von geisterhaften Wesen, die ihr immer wieder mögliche Varianten der Wahrheit vorgaukeln, sie nicht in Ruhe lassen und sie immer wieder vorantreiben. Irgendwie wird man an Murakami erinnert, der ja auch gerne verschiedene Welten ineinanderfließen lässt, sodass man oft nur raten kann, ob die Geschehnisse jetzt real sind oder nicht. Letztendlich gelingt es Kei aber, sich aus diesem Netz zu befreien und die Füße wieder auf den Boden der Realität zu bekommen, ohne jedoch eine endgültige Antwort auf ihre Fragen zu bekommen. Wenn man sich an etwas Mystik nicht stört, ein durchaus schönes lesenswertes Buch über eine große Liebe ohne Romantik und ohne Kitsch.

Ob mein Mann sterben wollte? Oder war er verschwunden, weil er leben wollte?

Seitenangabe für Zitat1: 
13
Verlag: 
Deutscher Taschenbuch Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3423140997