3 zu viel für diesen Job

Vier Kandidaten kämpfen um einen attraktiven Job. Wer macht das Rennen und wer bleibt auf der Strecke? Die Story: Artur Herzberg ist Personalberater, seine Praktiken sind nicht zimperlich, doch die bisherigen Erfolge geben ihm Recht. Mit seinem Assistenten Lauenroth sowie einer talentierten Zeitarbeitskraft, hat er sich für das Wochenende in einem großen Berliner Hotel eingemietet. Es beginnt ein Personalauswahlverfahren, das den drei Bewerbern: Dr. Marr, Dr. Stein und von Kampen sowie der Bewerberin Rita Sessinger sehr viel Geschick, Nervenstärke und Durchhaltevermögen abverlangt. Aber nicht allein die Eignungstests verursachen Stress. Die gesamte Veranstaltung steht unter keinem guten Stern. Demütigungen, Intrigen, Erpressungsversuche und körperliche Gewalt häufen sich; schließlich kämpft jeder gegen jeden. "Drei zu viel für diesen Job" ist ein turbulentes Kammerspiel, rund um die Themen Vormacht, Leidenschaft und Karriere.

Meine Gedanken zum Buch: 

Als ich anfing den Roman „3 zu viel für diesen Job“  http://www.amazon.de/viel-f%C3%BCr-diesen-Job-Roman/dp/393771748X  zu schreiben, stellte sich mir die Frage, warum es so wenige Geschichten gibt, die im heutigen Wirtschaftsleben spielen? Der gewiefte Headhunter, der trickreiche Börsenprofi, der ausgebrannte Abteilungsleiter, die taffe Existenzgründerin, der ehrbare Kaufmann oder wie in meinem Roman, der mit allen Wassern gewaschen Personaldienstleister Herzberg. All die genannten und weitere Charaktere können den Mittelpunkt einer turbulenten Story bilden. Das Thema Wirtschaft und Arbeit bietet eine unübersehbare Fülle an Spielhandlungen in einem unverbrauchten, lebensnahen Umfeld. Also, woran liegt es, dass Jobromane so rar sind (vgl. Begriff: "Jobroman" bei Google)? Liegt es an den Autoren, die dieses vermeintlich "sperrige" Thema „Berufswelt“ meiden und es deshalb den Verfassern von Fachbüchern überlassen? Oder liegt es an den Leserinnen und Lesern, die sich eher an hergebrachten Gattungen wie: Krimi, Liebesroman und Familiengeschichte orientieren? Oder liegt es an Verlagen, die das Risiko einer thematischen Innovation jenseits von Vampir- und Fantasyreihen scheuen? Ich habe noch keine abschließende Antwort gefunden. Über die Story selbst mögen andere urteilen. Podcast zur Buchvorstellung auf WDR3: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=53718984.

Fasziniert, kein bisschen besorgt, blickte Artur Herzberg auf den schwarzen Revolver in seiner rechten Hand. Mit leichtem Druck presste er die Waffe gegen seine Schläfe und beobachtete aufmerksam sein Mienenspiel im großen Wandspiegel des Flures. Während der Zeigefinger sich unmerklich um den Abzug krümmte, verklärte sich sein Gesichtsausdruck. Es schien, als durchströmte ihn ein erlösendes Einvernehmen mit einer lange geplanten Entscheidung.

Seitenangabe für Zitat1: 
7

Als Lauenroth sein Zimmer betrat, spürte er, wie sein hochfahrender Puls  allmählich wieder zur Normalität zurück kehrte. Wie ein Torero den Stier, so hatte er ihn bei den Hörnern gepackt, den Herrn Doktor Marr. Die Aktion war nicht frei von Risiken. Marr hätte den Spieß umdrehen, ihm drohen vielleicht sogar gewalttätig werden können, aber der Mann war eingeknickt wie ein morscher Baum im Sturm. Natürlich hätte man einfach Geld fordern können, aber darauf kam es gar nicht an. Ziel war es, Herzberg zuvor zu kommen, mit seinen Kündigungsdrohungen und ihn auszutricksen, den hinterhältigen Sack. Allein diese Vorstellung verursachte ein heftiges Kribbeln unter seinem Brustbein.

Seitenangabe für Zitat2: 
215

Ohne ernsthaft anzuecken, eilte Rita Sessinger durch die Weiten des schwarzen Raums. Der Drang, die männliche Konkurrenz auszustechen, versetzte ihren Körper in seltsame Vibrationen. Sie fühlte sich leicht, als sei sie gedopt. Markante Stellen ihres Weges hatte sie sich genauestens eingeprägt. Sie wollte – nein, sie würde die Strecke in Rekordzeit bewältigen und zeigen, dass sie genügend Zähigkeit und Konzentrationsvermögen besaß, um schwierigste Situationen zu meistern. Am Rande ihrer euphorischen Stimmung aber lauerte die Angst. Die reale Angst vor toten Tieren, lebendigen Spinnen und ähnlichem Getier sowie die irrationale Angst vor irrlichternden Gestalten, Geistern oder sonstigen Erscheinungen. Sie würde schreien, wie sie noch nie in ihrem Leben geschrien hatte, wenn sie auf so etwas treffen würde.

Seitenangabe für Zitat3: 
362
Verlag: 
Dittrich-Verlag
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
978-3-937717-48-7